Synodale Ausschüsse, Arbeitsgruppen und Beauftragte

# Aktuelles

Synodale Ausschüsse, Arbeitsgruppen und Beauftragte

Ausschüsse  

Haushaltsausschuss

"Aufgaben und Form des Haushaltssauschusses ergeben sich aus Art 41 und 42 Grundordnung und der Ge­schäftsordnung der Kreissynode:

„Art 41 GO
( 4 ) 1 Die Kreissynode hat auf die Wahrnehmung des Auftrags der Kirche im Kirchenkreis zu achten und Ge­fahren entgegenzuwirken, die dem kirchlichen Leben drohen. ...
( 5 ) 1 Die Kreissynode nimmt … Berichte der kreiskirchlichen Dienste und Beauftragten …entgegen, wertet sie aus, gibt dem Kreiskirchenrat, den kreiskirchlichen Diensten und Beauftragten Richtlinien für ihre Arbeit und bestimmt so die Planung und Weiterarbeit im Kirchenkreis…

Art 42 GO
1 ) Die Kreissynode hat ferner
1. über Vorlagen des Kreiskirchenrates oder landeskirchlicher Organe zu beraten und zu beschließen,…
2. über die Haushaltspläne der kreiskirchlichen Kassen zu beschließen, …Umlagen zu beschließen und über die kreiskirchliche Vermögensverwaltung gemäß der kirchlichen Verwaltungsordnung zu wachen,…
3. die Zweckbestimmung kreiskirchlicher Kollekten im Rahmen des von der  Landessynode aufgestellten Planes festzulegen, …
6.im Rahmen der kirchlichen Ordnung kreiskirchliche Satzungen zu beschließen.“

 Insofern ist der Ausschuss Mittler und Vorbereiter entsprechender finanzrelevanter Beschlüsse von Kreiskir­chenrat und/ oder Kreissynode. Traditionell bearbeitet er auch Anträge der Gemeinden und kreiskirchkirchli­chen Arbeitszweigen zur Inanspruchnahme der kreiskirchlichen Bau- und Sachmittelrücklage, die grundord­nungsgemäß dem kreisinternen Finanzausgleich dienen sollen."

Bernd Bothe, ehemaliger Vorsitzender des Haushaltsausschusses  

Diesem grundlegenden Text des ehemaligen Vorsitzenden des Haushaltsausschusses kann nichts hinzugefügt werden, außer einem Zitat: "Haushaltsfragen sind inhaltliche Fragen." (Bernd Bothe). Diesem Grundsatz fühlen wir uns bei allen unseren Beratungen verpflichtet.

Heike Holz, Vorsitzende Haushaltsausschuss

 
Rechnungsprüfungsausschuss

  Die Zielsetzungen des Rechnungsprüfungsausschusses ergeben sich entsprechend dem Kirchengesetz über die Rechnungsprüfung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Ober-lausitz (Rech­nungsprüfungsgesetz – RPG):

„§ 1: Ziel und Inhalt der Prüfung

(1) Ziel der Prüfung ist, die gemeinde- und kirchenleitenden Organe bei der Wahrnehmung ihrer Finanz-ver­antwortung zu unterstützen und wirtschaftliches Denken sowie verantwortliches Handeln im Umgang mit den der Kirche anvertrauten Mitteln zu fördern. Insbesondere unterstützt sie die kirchenleitenden Organe bei der Wahrnehmung ihrer Kontroll- und Überwachungsaufgaben.

(2) Inhalt der Prüfung ist die Feststellung,
1. ob die der Kirche anvertrauten Mittel zweckentsprechend, wirtschaftlich und sparsam verwendet werden,
2. ob die für das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen und die Wirtschaftsführung maßgebenden Bestim­mungen eingehalten werden.

(3) Die Aufsicht über die Vermögens- und Finanzverwaltung wird durch die Tätigkeit der Prüfungsstellen nicht berührt.“

Fazit: Der Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) ist ein ständiger, obligatorischer Ausschuss der Kreissynode. Die eigentliche Rechnungsprüfung erfolgt aufgrund des Arbeitsumfanges in der Regel durch den Kirchlichen Rechnungshof. Eine synodale Begleitung und Interpretation der Prüfungsergebnisse durch einen RPA ist sinn­voll und hilfreich für die Kreissynode und alle Arbeitsbereiche im Kirchenkreis.

Siegfried Schmidt, Vorsitzender Rechnungsprüfungsausschuss

 
Ausschuss Strategie und Struktur 

Strukturelle Entscheidungen müssen einer Strategie zugrunde liegen. Die Leitfrage der Entscheidungen muss dabei immer sein: Welche Struktur dient der Verkündigung des Evangeliums nachhaltig am bes­ten? Diese Auf­gabe übernimmt der Ausschuss Strategie und Struktur; im besten Fall ist er der Think Tank des Kirchenkreises, der durch verschiedene Kompetenzen in seiner Mitte Strategien skizziert und zur Entscheidung für Kreiskir­chenrat oder Synode vorbereitet, sich mit anderen Ausschüssen vernetzt und Projekte zur Umsetzung oder Erprobung einer Struktur initiiert.

Die Themen des Ausschusses, die aktuell anstehen, sind

  • Kreiskirchliche Gebäudestrategie
  • Standards für die Kooperation in den Regionen
  • Präsenz von Kirche in den Neubaugebieten
  • Mögliche Anstellungsträgerschaft des Kirchenkreises für gemeindliche Mitarbeitende
  • Vision und gemeinsame Identität im Kirchenkreis

 Florian Kunz, Vorsitzender Ausschuss Strategie und Struktur

 
Arbeitsgruppen

 AG Asyl & Integration | Zielsetzung

Ziel: Die AG Asyl & Integration möchte nach wie vor ein Forum für Informationsaustausch und Vernetzung von Initiativen und Institutionen sein, die sich für geflüchtete Menschen einsetzen. Da die Situation auf diesem Gebiet einem ständigen Wandel unterliegt und äußerst differenziert ist, ist der Austausch zugunsten dieser humanitären Arbeit kostbar. Neben erweitertem Wissen (z. B. über neue Beratungsangebote, juristische Ent­wicklungen, soziale Handlungsmöglichkeiten, gesundheits- und bildungspolitische Situationen) für geflüch­tete Menschen entstehen Möglichkeiten gemeinsamen Handelns (z. B. öffentliche Stellungnahmen zu migra­tionspolitisch kritischen Vorgängen, finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für gemeindliche Projekte mit Geflüchteten, gemeinsame Gottesdienste).

Notwendigkeit: Die AG Asyl & Integration ist im großen Hilfsnetzwerk für Geflüchtete in Berlin eine ge­schätzte, stabile und zuverlässige Partnerin. Für nichtkirchliche Akteure „gehört sie einfach dazu“. Indem die AG aus Kirche und Gesellschaft hervorgeht und mitten in die Gesellschaft gemeinwesenorientiert hineinwirkt, macht sie ihr kirchliches Engagement auf diesem Gebiet sichtbar, hörbar und artikulierbar.

 Leerstelle? Sollte es die AG Asyl & Integration nicht mehr geben, würde dem Kirchenkreis eine ureigene We­sensäußerung kirchlichen Lebens fehlen und biblisches Zeugnis ad absurdum geführt werden. Die Bibel ist geprägt von Erzählungen um schicksalhafte Flucht und Vertreibung von Menschen. Sie ist geprägt von der Aufforderung, auf der Flucht befindlichen Menschen zu helfen und Asyl zu gewähren. Sollte es die AG nicht mehr geben, würde ein bewährter Background für die Asylarbeit des Kirchenkreises wegfallen, die ein kost­ba­res Instrumentarium und Alleinstellungsmerkmal kirchlicher Arbeit überhaupt ist. Zugleich bliebe die Frage unbeantwortet, was der Synode die Arbeit für neu hinzukommende und durch Abschiebung und Rechtsext­remismus bedrohte Menschen als einem Uranliegen kirchlicher Lebensäußerung bedeutet.

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Constanze Kraft, ehemalige Vorsitzende AG Asyl & Integration 


AG Diakonie

  Die AG Diakonie ist das mit der regionalen diakonischen Vertretung von der Synode beauftragte und vom DWBO bestätigte Gremium. 

Zielsetzung der regionalen Vertretung laut Diakoniegesetz ist es, für die kommunalen Gebietskörper-schaften und Bezirke sowie deren Organe als Ansprechpartnerin der Diakonie zu fungieren, die entspre-chenden Kon­takte zu pflegen und die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft diakonischer Mitglieder des DWBO, die in der Region Einrichtungen oder Dienste betreiben, angemessen zu informieren.

Der Sinn der regionalen diakonischen Vertretung in den Gremien des Bezirks und der Stadt liegt in aktiver Mitarbeit in relevanten Bereichen sozialer und politischer Arbeit. In AG wie Gremien werden diakonische, so­zialpolitische und finanzielle Fragestellungen gemeinsam bewegt und zugunsten von durch Armut, Behinde­rung, Alter, Krankheit usw. betroffenen Menschen Unterstützungsszenarien sowie Hilfe zur Selbsthilfe initiiert und durchgeführt. Die Vertretung von Diakonie und Kirche in diesen Arbeits-bereichen ist menschlich wie christlich geboten. Nicht zuletzt zugunsten unserer Kirchen- und Gemeindemitglieder.

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Helmut Liefke, Vorsitzender AG Diakonie

 

 AG Christen und Juden

 Wir sind dankbar, dass Gudrun O‘Daniel-Elmen als Beauftragte für Erinnerungskultur im Kirchenkreis Spandau fungiert. Dies gibt der AG Christen und Juden die Möglichkeit, sich auf folgende Schwerpunkte zu konzentrie­ren: 

  • Begegnung mit dem gegenwärtigen jüdischen Glaubens- und Kulturleben im Kirchenkreis Spandau
  • Intensivierung der theologischen Reflexion über Antijudaismus im neuen Testament, einschließlich der Folgen in der christlichen Dogmatik
  • Öffnung zum Trialog (jüdisch, muslimisch, christlich)
  • Wir empfinden, insbesondere aufgrund des erschreckenden Terroranschlages am 9. Oktober 2019 auf die Synagoge in Halle, dass die Begegnung von Juden und Christen von besonderer Wichtigkeit bleibt. Nur durch persönliche Begegnungen können Verstehen und Vertrauen gefestigt werden.
  • Da unsere christliche Identität durch den Juden Jesus bestimmt ist, müssen wir daran interessiert sein, auch den vielfältigen neuzeitlichen Antisemitismus zu bekämpfen und uns für den Staat Israel einzuset­zen.
  • In Zukunft werden wir (wieder) geführte Synagogen-Besuche durchführen.

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Cord Hasselblatt, Vorsitzender AG Christen und Juden


AG Kinder, Jugend, Bildung (KJB)

- Was ist die Zielsetzung des Ausschusses/ der Arbeitsgruppe/ der Beauftragung?
- Warum sollte es diese Einrichtung geben?
- Was würde dem Kirchenkreis fehlen, wenn es diese Einrichtung nicht gäbe?

Beschreibung der Zielsetzung(en):

  • Förderung und Unterstützung der Handlungsbereiche im Kirchenkreis Spandau, die mit Kindern, Jugend und Familien sowie mit entsprechender (Fort-)Bildung befasst sind.
  • Insbesondere eine stärkere Kooperation und Vernetzung dieser Bereiche
  • Stärkung des haupt- und ehrenamtlichen Engagements sowie Innovationen ermöglichen
  • mit entsprechenden Vorlagen und Anträgen der Kreissynode und dem Kreiskirchenrat zuarbeiten

Die Begründung für diese AG ergibt sich zunächst aus ihren Zielsetzungen. Die vergangenen Synodaltagungen des Kirchenkreises, Voten aus Gemeinden und Regionen haben gezeigt, dass die genannten Bereiche „Kinder, Jugend, Familie, Bildung“ für alle Beteiligten von außerordentlicher Bedeutung sind. Deshalb ist eine „synodale Begleitung“, verbunden mit einer kontinuierlichen (Zu-) Arbeit für gemeindliche, regionale und kreiskirchliche Gremien und Projekte sinnvoll und hilfreich.

Es ist geboten, trotz zurückgehender Gemeindegliederzahlen sowie geringerer finanzieller und personeller Ressourcen Angebote

für die Arbeitsbereiche „Kinder, Jugend und Familien“ in Gemeinden, Regionen und Kirchenkreis zumindest exemplarisch und in Schwerpunkten („Leuchttürmen“) zu erhalten. Und – wo möglich – infolge von Vernetzungen weiter oder neu zu entwickeln. Die AG „Kinder, Jugend, Bildung“ will dies nachhaltig unterstützen. Das sind wir als „Kirche in Spandau“ unseren Gemeinden, den Menschen in der Stadt und künftigen Generationen schuldig.

Siegfried Schmidt, Vorsitzender AG KJB 



AG Ökologie oder:
Sundays for Future – Kirche in Spandau für Umwelt- und Klimaschutz

Wir wollen uns im Kirchenkreis Spandau zu einem gemeinsamen Energieverbund zusammenschließen und als ein Großabnehmer den Strom aus erneuerbaren Energien einkaufen. Der Kirchenkreis könnte diesen Verbund organisieren. Das entlastet die Gemeinden und spart darüber hinaus Geld ein – denn Großkund*innen erhalten bessere Konditionen als Kleinabnehmer*innen. Das ist eine der Ideen der AG. 

Bewahrung der Schöpfung – im Kirchenkreis Spandau ist das biblische Motto nicht erst seit der Fridays-for-Future-Bewegung, sondern seit vielen Jahren Programm. Mittlerweile bekennen sich dazu viele Gemeinden. Die AG Ökologie möchte dieses Anliegen verstärken, Aktivitäten und Initiativen der Spandauer Gemeinden bündeln, neue Impulse setzen und best-practice-Beispiele bekannt machen. „Bewahrung der Schöpfung“ soll keine leere Formel bleiben, sondern nachhaltige Wirkung zeigen. Damit es im Kirchenkreis Spandau künftig heißt: Sundays for Future.

Wir identifizierten folgende mögliche Handlungsebenen im Kirchenkreis:

Individuelle Ebene - Das je eigene Arbeits- bzw. Tätigkeitsgebiet

Ebene Gemeinde - z. B. Faire Gemeinde; Geländegestaltung

Ebene Region - z. B. gemeinsame Materialbeschaffung

Ebene Kirchenkreis - Umsetzung der Klimaschutz-gesetzgebung, Artenschutz, nachhaltiges Wirtschaften

Wichtig sind uns als AG Ökologie nicht nur die „großen“ Themen wie Schaffung eines Energieverbundes. Sondern wir möchten für die Gemeinden auch Anregungen entwickeln, die ohne großen Aufwand im „Kleinen“ umsetzbar sind – z. B. (1) Bürobedarf bei memo (www.memolife.de) einzukaufen, (2) statt Google die ökologische und mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Suchmaschine Ecosia zu nutzen oder (3) Teile des Gemeindegartens als insektenfreundliche Blühwiese zu gestalten.  Wir freuen uns über alle Hinweise und Ideen, die uns hierbei unterstützen!

Die Arbeitsgruppe Ökologie besteht aus acht festen Mitgliedern (Frühjahr 2022) und arbeitet in Abstimmung mit dem Superintendenten Florian Kunz sowie dem Klimakümmerer des Kirchenkreises.

Kerstin Engelhart Vorsitzende der AG Ökologie

 

Beauftragte 

Beauftragter für Diakonie (Kreisdiakoniebeauftragter)

„Diakonie bezeugt die Liebe Gottes zu seiner Welt, die uns in Jesus Christus begegnet. Sie will dem Nächsten in körperlicher, seelischer, geistlicher und sozialer Not helfen. Sie schließt niemanden dabei aus. Sie vollzieht sich in Wort und Tat. Sie gründet in der Heiligen Schrift.“ Diakonie benötigt dazu angemessene regional organisierte Strukturen: Regionale Diakonische Werke bzw. Kreisdiakoniebeauftragte. 

Der/die Kreisdiakoniebeauftragte sichert gemeinsam mit der AG Diakonie die Regionale Diakonische Vertretung. Er/sie wird aus der Mitte der AG Diakonie gewählt. Dies geschieht dort, wo als Vertretung Diakonischer Arbeit kein eigenes Diakonisches Werk besteht. Dazu wird nach Vorschlag der AG Diakonie von der Synode eine entsprechende Beauftragung ausgesprochen, und diese nach Prüfung vom DWBO bestätigt. 

Die Aufgaben einer regionalen diakonischen Vertretung ergeben sich aus den Definitionen des Diakoniegesetzes sowie der Geschäftsordnung des DWBO. Im Einzelnen bedeutet dies, für die kommunalen Gebietskörperschaften und Bezirke sowie deren Organe als Ansprechpartner der Diakonie zu fungieren, die entsprechenden Kontakte zu pflegen und die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft diakonischer Mitglieder des DWBO, die in der Region Einrichtungen oder Dienste betreiben (AG Diakonie), umfassend zu informieren. Dazu gehört selbstverständlich die Zusammenarbeit mit der verfassten Kirche.

Helmut Liefke



Beauftragte für Erinnerungskultur im Kirchenkreis Spandau
 

Im Kirchenkreis Spandau gibt es seit 1988 eine lange Tradition der Erinnerung an die Novemberpogrome 1938, die sich von Jahr zu Jahr intensiver dem Motto „Jeder Mensch hat einen Namen“ verpflichtet fühlt. Nachdem diese Arbeit zehn Jahre von der AG Christen und Juden mitgetragen wurde, hat die Kreissynode – vorerst nur befristet bis zum Ende der Legislaturperiode – beschlossen, dass die Erinnerung an die jüdische Geschichte Spandaus durch eine besondere Beauftragung wachgehalten werden soll.  

Schwerpunkte liegen in folgenden Bereichen:

  • Fortsetzung und Sicherung der Forschungen über jüdische Bürger*innen Spandaus, ggf. entsprechende Veröffentlichungen
  • Begleitung von und Recherche für weitere Stolperstein- oder ähnliche Projekte in Gemeinden und in Schulen (Religionsunterrichtsgruppen)
  • Organisation der jährlichen Gedenkstunde am Mahnmal für die zerstörte Synagoge und die Span-dauer Opfer der Shoah
  • Kontakt zu und Zusammenarbeit mit der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau
  • Pflege der Namensmauer für die Spandauer Opfer der Shoah
  • Weiterentwicklung des Konzepts der jährlichen Gedenkstunde am Mahnmal

Die Suche nach Spuren ehemaliger jüdischer Familien aus Spandau, nach Angehörigen in aller Welt und das versöhnende Gespräch mit ihnen sind langfristige Aufgaben. Es wäre daher wünschenswert, wenn auch im Kirchenkreis diese Erinnerungsarbeit fortgesetzt wird.

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Gudrun O’Daniel-Elmen

 
Beauftragter für den interreligiösen Dialog
 

 Die Aufgabe des Beauftragten für den interreligiösen Dialog ist es, den interreligiösen Dialog zu fördern und den Kontakt zu nicht-christlichen Organisationen, insbesondere muslimischen Gemeinden, im Kirchenkreis zu halten.

Der Beauftragte soll die Arbeit des Superintendenten im Bereich des interreligiösen Dialogs unterstützen und die Gemeinden beraten, z. B. den Kontakt zu religiösen Gruppen fördern, theologische Grundsatzfragen zum interreligiösen Dialog bearbeiten und Ansprechpartner in Fragen des interreligiösen Dialogs sein. Der Beauftragte soll die Gemeinden, Gremien und Einrichtungen des Kirchenkreises bei interreligiösen Fragen beraten, begleiten und möglichst Fortbildungen anbieten. Dadurch könnte die interreligiöse Kompetenz der Gemeinden gestärkt werden.

Um Vorurteile abzubauen und um interreligiöses Verständnis und friedliches Zusammenleben zu unterstützen, soll der Beauftragte Begegnungen zwischen Christen, Juden, Muslimen sowie Menschen anderer Glaubensrichtungen fördern. Insbesondere soll er Weg zu einem kultursensiblen Lernen anregen. Außerdem bietet der Beauftragte Beratung für interreligiöse Ehen und Partnerschaften an.

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Pfarrer Karsten Dierks

 

Beauftragter für Ökumene

Warum sollte Ökumene wieder mehr in das Blickfeld von Kirchengemeinden geraten? Ökumene weitet den Blick für die Ausdrucksformen christlichen Glaubens und die verschiedenen Ausprägungen von Kirchen und Gemeinden. Gerade in der heutigen Zeit, in der Ängste vor dem Islam und dessen Ausbreitung sich verstärken, ist es wichtig, dass verschiedene Konfessionen zueinander finden und in einem säkularen Umfeld christliche Werte erfahrbar machen. Außerdem sind durch die Kriegs-, Umwelt und Sozialkatastrophen in aller Welt Christen zu uns gekommen, die einen Platz in unserer Gesellschaft suchen und die es zu unterstützen gilt.

Mit vier Konventen der Ökumene-Beauftragten der jeweiligen Kirchenkreise im Jahr, davon eine Großveranstaltung gemeinsam mit den Beauftragten der katholischen, orthodoxen und baptistischen Gemeinden, mehreren ökumenischen Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen im ökumenischen Rahmen gibt es beste Möglichkeiten, einander kennen zu lernen und Absprachen zu treffen.  

Der Kirchenkreis Spandau ist, was Ökumene betrifft, nicht breit aufgestellt, er sollte allerdings in jedem Falle in den Gremien gut vertreten sein, um die Bindung an ökumenische Prozesse nicht gänzlich zu verlieren. Wünschenswert wäre auch eine breitere Unterstützung der Weltgebetstagsarbeit, die schließlich seit vielen Jahren die ökumenische Basisbewegung schlechthin ist. Eine Rückmeldung ökumenischer Aktivitäten in den Gemeinden an die Ökumene-Beauftragten macht ebenfalls Sinn. Da, wo schon fremdsprachige Gemeinden beheimatet, sind gilt es, den Kontakt zu ihnen zu intensivieren. 

Ökumene sollte in unseren Gemeinden nicht ein Randthema sein, das eventuell nach Erledigung aller sonstigen Aufgaben wahrgenommen wird, sondern als notwendig und bereichernd mehr in den Fokus gerückt werden.

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Pfarrer Erko Sturm


Pilgerpfarrer

Der Pilgerpfarrer betreut mit Ehrenamtlichen den Spandauer Pilgerweg und ist bei allen Fragen rund ums Pilgern in Spandau ansprechbar. Neben der Vernetzung mit anderen Pilgerangeboten in der Umgebung, liegt die Weiterentwicklung des Pilgerweges und die Aktualisierung von theologischen Impulsen in seiner Zuständigkeit. Auch das jährliche Pilgerwochenende und die Idee des thematischen Pilgerns gehört zu den Aufgaben des Pilgerpfarrers. Vor allem ist er aber Ansprechpartner für die Vernetzung der Gemeinden untereinander und hat ein offenes Ohr für alle, die kreuz und quer durch Spandau pilgern.

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Pfarrer Nicolas Budde

 

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