Darstellung des Herrn - Der 40. Tag - Abschlussbild unserer Wandelkrippe

# Spirituelle Impulse - St. Cäcilia

Darstellung des Herrn - Der 40. Tag - Abschlussbild unserer Wandelkrippe

Josef: 

Heute ist es soweit. Vierzig Tage sind nach der Geburt unseres Kindes vergangen. Heute gehen wir in den Tempel, um für die glückliche Geburt des Kindes zu danken und wir bringen ein Opfer mit, unser Dankopfer.

Maria:

Meinst du die beiden Tauben?

Josef: 

Ja, wir machen es genauso, wie es uns Mose im Gesetz vorgeschrieben hat.

Maria:

Hier im Tempel sind aber unglaublich viele Menschen.

Josef:

Es wird gleich besser. Wir müssen den großen Hof überqueren und dann in den Vorhof der Frauen gehen. Siehst du, hier können wir unsere Gaben abgeben und dann gehen wir weiter bis zu dem großen goldenen Tor.

Simeon:

Ich bin Simeon. Schon viele Jahre gehe ich hier zum Tempel hinauf um zu beten, dass Gott endlich den versprochenen Erlöser schickt. Gott hat mir versprochen, dass ich nicht sterben werde, bevor ich den Christus des Herrn gesehen habe. Und heute ist hier etwas ganz anders als sonst.

Hannah:

Ich bin Hannah, 84 Jahre alt und jeden Tag im Tempel. Als junges Mädchen habe ich geheiratet, aber mein Mann ist schon nach sieben Jahren gestorben. Seitdem bin ich Witwe und lebe eigentlich hier im Tempel. Sie nennen mich eine Prophetin, weil ich manchmal tiefer blicken kann und nicht nur nach dem ersten Anschein urteile. Ich sehe da zwei junge Leute mit einem Kind. Mit diesem Kind hat es etwas Besonderes auf sich. Das spüre ich.

Simeon: 

Es ist das Kind! Ich bin mir ganz sicher! Es ist der Retter, der Israel das Licht und das Heil bringen wird. Ich muss es in den Arm nehmen. Nun kann ich beruhigt sterben, denn ich habe die Hoffnung Israels auf meinen Armen getragen.


Maria:

Was ist mit meinem Kind?

Simeon:

Er wird Israel erlösen. Viele werden auf sein Wort hören, diese Menschen wird er glücklich machen. Aber ihr werdet auch viele Feinde haben und euer Leben wird nicht leicht sein.

Hannah:

Gelobt sei Gott! Habt Ihr es alle gehört? Der Retter Israels ist geboren! Hört mir zu und hört, was Simeon über dieses Kind sagt. Und vor allem: Sagt es weiter! Gott verlässt sein Volk nicht!


Die Flucht nach Ägypten

Maria:

Wieder unterwegs. Es ist so viel passiert in kurzer Zeit: Die Volkszählung, dann die Geburt von Jesus, allein in dem Stall. Dann die Besucher: erst die Hirten, dann die Sterndeuter mit den kostbaren Geschenken. Eigentlich dachte ich, dass wir nach all den abenteuerlichen Ereignissen endlich nach Hause, nach Nazareth gehen würden. Dorthin wo das schöne Bettchen auf unser Kind wartet. Nun sind wir wieder unterwegs und haben nicht einmal ein Ziel. „Wohin gehen wir eigentlich, Josef?“

Josef:

Der Engel hat gesagt, wir sollen nach Ägypten gehen, weil dort Herodes keine Macht über uns hat.

Maria:

Was will denn der König nur von unserem Kind?

Josef: Die Sterndeuter haben erst in Jerusalem bei Herodes nach dem neugeborenen König der Juden gesucht. So hat Herodes davon erfahren. Nun hat er Angst um seine Macht.

Maria:

Aber wir wollen doch gar nicht an den Königshof nach Jerusalem.

Josef:

Das weiß aber Herodes nicht. Hat nicht der Engel zu dir gesagt: Gott, der Herr wird Jesus den Thron seines Vaters Davids geben?

Maria:

Das hat er!

Josef:

Herodes hat gelehrte Männer an seinem Hof, die sich in den Schriften der Propheten auskennen. Der Prophet Jesaja hat die Geburt und die Herrschaft eines Friedenskönigs vorausgesagt. Da hat er eins und eins zusammengezählt.

(Pause)

Maria:

Kennst du überhaupt den Weg nach Ägypten? Und wo sollen wir dort überhaupt hin? Wir kennen keinen einzigen Menschen dort.

Josef:

Sagen wir mal, ich kenne die Richtung. Wir werden dann auf der großen Karawanenstraße weiterziehen. Gott hat uns immer geholfen. Gott führt uns manchmal ins Ungewisse, aber ER führt! Er wird uns freundliche Menschen schicken, die uns weiterhelfen.



Aufbruch

Josef:

Was ist los? Ist da wer? Oh nee, es ist mitten in der Nacht. Ich dachte schon es sind wieder Besucher. Wahrscheinlich habe ich geträumt. Maria und das Kind schlafen ganz friedlich. Das werde ich jetzt auch tun.

Engel:

Josef! Josef, so hör doch! Wach auf!

Josef:

Da ist doch irgend Jemand!

Engel:

Ja, ich bin es. Du kennst mich doch schon. Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und geht fort von hier.

Josef:

Was? Jetzt, mitten in der Nacht. Hat das nicht Zeit bis morgen? Und warum überhaupt? Hier haben wir es doch ganz gut.

Engel:

Nein, nein, es eilt. Herodes lässt euch suchen. Er will das Kind töten. Die Sterndeuter haben auch gemerkt, dass er ein falsches Spiel mit ihnen spielt. Sie sind nicht zu ihm zurückgegangen, um ihm zu berichten, dass sie der Stern zu Euch geführt hat. Das hat ihn richtig wütend gemacht. Nun lässt er überall nach euch suchen.

Josef:

Und wohin sollen wir gehen, so mitten in der Nacht?

Engel:

Ihr müsst aus dem Machtbereich von Herodes heraus. Flieht nach Ägypten und bleibt dort solange bis ich euch etwas Anderes sage.

Josef:

Was ist los mit mir? Wach ich oder träume ich? Da war doch wieder dieser Engel, wie damals, als ich Maria zu mir holen sollte. Damals dachte ich auch ich hätte geträumt. Aber es war richtig, dass ich zu Maria gehalten habe. Wenn Engel etwas sagen, dann ist es eine Botschaft von Gott. Und die ist auf alle Fälle richtig. Dann werde ich jetzt mal Maria wecken und dann: Nichts wie weg hier!






Die Weisen

Kaspar:

Da ist er wieder, der Stern! Gott sei Dank. Im Palast des Herodes war ich mir nicht mehr so sicher. Ich konnte den Stern nicht mehr eindeutig ausmachen.

Melchior:

Ich hatte in der ganzen Zeit im Palast ein beklemmendes Gefühl. Erstens wusste Herodes angeblich nichts von einem Königskind. Dann war da der blinde Aktionismus mit den Schriftgelehrten, die krampfhaft gesucht haben, ob sie einen Hinweis finden. Und ob Herodes ehrlich zu uns war, dass muss sich erst noch herausstellen.

Balthasar:

Immerhin hat er uns den Hinweis mit Bethlehem gegeben. Obwohl ich ihm die Geschichte nicht abkaufe, dass er auch hingehen will, um das Kind zu besuchen. Was man so von ihm weiß hat er alle Anwärter auf seinen Thron galant umbringen lassen. Das klingt nicht nach Freude über einen neugeborenen König der Juden.

Kaspar:

Seht den Stern! Es sieht aus, als ob er über einem Haus steht. Sind wir am Ziel? Nach der langen Zeit? Es ist eine Hütte. Wie sollen wir wissen ob……?

Melchior:

Gott wird es uns wissen lassen. Wir werden es ganz einfach im Herzen spüren: Eine Freude, die sich nicht erklären lässt, die uns einfach nur zum Staunen bringt.

Balthasar:

Aber egal was passiert. Zu Herodes gehen wir nicht zurück und wir werden auch nicht berichten, wen wir gefunden haben. Ich hatte so einen komischen Traum. Er klang wie eine Botschaft. Kommt, wir wollen mit unseren Geschenken hineingehen.






Die Hirten

Aaron:

He, habt Ihr das auch gehört? Da war Musik und ein Engel hat gesprochen und irgendwie war es ganz hell.

David:

Schlaf weiter, du hast geträumt. Hier war nichts, alles ist ganz still -fast noch stiller als sonst.

Aaron:

Vielleicht habe ich es geträumt, aber ich habe es ganz deutlich geträumt! So als wenn es Wirklichkeit ist. Ich kann Euch noch genau sagen, was der Engel gesagt hat. Er sagte: „Fürchtet euch nicht. Ich verkünde euch eine große Freude. Heute ist der Heiland geboren, der Christus Gottes. Und, dass er ein Kind ist und es in einer Krippe liegt.“

David:

Was ist mit dir los? Hast du gestern zu viel getrunken? Wenn ich so schöne Engelträume hätte würde ich nicht freiwillig aufwachen. Schlaf weiter!

Aaron:

Und wenn es wahr wäre? Gott hat schon immer zu den Menschen im Traum gesprochen. Dann würden wir die größte Stunde unseres Lebens verpassen!

David:

Gott spricht zu dir? Ausgerechnet einem Hirten verkündet er die Ankunft des Messias. Wir haben ja auch so wahnsinnig viel zu sagen. Wir dürfen nicht einmal als Zeugen auftreten. Selbst wenn es wahr wäre. Es würde uns niemand glauben! Und nun halt Frieden und leg dich wieder hin.

Aaron:

Ja, und vom Frieden hat der Engel auch gesprochen: Ehre sei Gott und Frieden allen Menschen. Ein Kind in einer Krippe. Das kann nur der alte Stall am Ende der Weide sein. Dort wo es nach Bethlehem geht. Komm, wir gehen nachsehen!

David:

Ich bin doch nicht verrückt, stolpere hier durch die Dunkelheit und setze meinen Job aufs Spiel. Was denkst du was los ist, wenn nur einem einzigen Tier etwas passiert, während wir den Messias suchen.

Aaron: Dann gehe ich alleine! Ich muss es herausfinden. Das war kein normaler Traum. Ich spüre, dass da etwas dran ist. In einer Nacht, wo Gott zur Erde kommt – da passiert den Tieren nichts. Glaub mir! Komm!




Angekommen - Statio zum 4. Advent

Josef:

Geschafft! Endlich angekommen! Und der Stall ist gar nicht so übel. Besser als in den lauten Herbergen bei den Betrunkenen und zeternden Frauen. Die Tiere sind unsere natürliche Wärmequelle. Morgen muss ich etwas zu essen besorgen, aber ich kann doch Maria nicht hier alleine lassen. Der Weg zur Stadt ist ganz schön weit. Aber heute wollen wir nur danken und schlafen. Danke Gott, dass du uns geführt und behütet hast.

Maria:

So soll es nun sein. Der Sohn Gottes kommt in einem Misthaufen zur Welt. Wolltest du das so Gott? Oder haben wir uns nur verlaufen? Zu Hause hätte ich es ganz schön gemacht für deinen Sohn. Nein, du hast uns hierhergebracht. Ich weiß nicht warum, aber es hat sicher einen Sinn. Hier ist es ganz still. Nur der Sternenhimmel über uns und die Gewissheit, dass du da bist.

Esel:

Die Fremden haben uns gerade noch gefehlt. Was trauen die sich, hier einfach in unserem Stall zu kampieren. Die Krippe haben sie ganz nach hinten gestellt. Wenn die auch noch an unser Futter wollen, werde ich ungemütlich. Wir sind doch kein Hotel für Durchreisende.

Ochse:

Sei kein Esel. Menschen essen kein Heu. Die Beiden sehen müde aus. Die sind länger gelaufen als wir in unserem ganzen Leben. Siehst du nicht, dass die Frau ein Junges kriegt? Ich glaube die brauche unsere Krippe für das Kind. Ich finde das alles spannend. Mal sehen was noch so passiert.

Esel:

Meinst Du wirklich? Für ein echtes Kind teilen wir doch gerne unser Heu. Seid auch ihr keine Esel und teilt zu Weihnachten. Teilt eure Zeit mit denen die alleine sind. Teilt euer Geld mit denen, die es nötiger brauchen. Und teilt eure Freude darüber, dass Gott auch in unserm Haus, ja in unserm ganz persönlichen Mist zur Welt kommen will.




Auf dem Weg nach Bethlehem -Statio zum 3. Advent


Maria:

Seit Stunden haben wir kein Wort mehr geredet. Man hört nur die Hufe des Esels. Wie viele Tage sind wir jetzt schon unterwegs? Der Weg ist schlecht. Mein Rücken tut mir weh und hungrig bin ich auch. Ein Glück, dass ich jetzt nicht alleine bin. Josef ist ein toller Mann. Erst war er ja sehr skeptisch, als ich ihm die Geschichte mit dem Engel erzählte. Aber dann ist mir Gott zur Hilfe gekommen und hat auch zu ihm einen Engel geschickt. Danach hat er mich in sein Haus geholt und gesagt, dass er immer für uns sorgen wird. Was würde ich nur ohne ihn machen.

 

Josef:

Diese Römer mit ihrer Volkszählung. Das ganze Land haben sie auf die Beine gebracht. Alle müssen irgendwie von A nach B reisen. Alle Herbergen sind voll von Menschen. Die Leute bezahlen jeden Preis, um ein Bett zu bekommen. Das können wir nicht. Mal sehen, ob wir heute Abend etwas finden. Maria muss sich ausruhen. Nun soll sich Gott mal etwas einfallen lassen. Schließlich hat er uns in diese Lage gebracht.

 

Maria:

Es wird nicht mehr lange dauern bis das Kind geboren wird. Zuhause würden die Nachbarinnen mir helfen und wir hätten ein Dach über dem Kopf. Hier habe ich nichts, außer ein paar Windeln – und Josef. Kinder zur Welt bringen ist bei uns eigentlich keine Männerarbeit. Wenn wir nur ein Haus finden würden, wo man uns solange aufnimmt. Statt zu jammern werde ich jetzt beten. Gott hat uns immer geholfen. ER wird auch jetzt für uns da sein.

 

Josef:

Über die Hälfte der Strecke nach Bethlehem haben wir geschafft. Hoffentlich kommt das Kind nicht unterwegs. Wenn wir nur erst in der Stadt wären. Da würde Maria auch bestimmt Hilfe von Frauen kriegen. Und ich könnte etwas zu essen besorgen. Hier unterwegs gibt es nur Schafe und Hirten und Schafe und Hirten. Danke Gott, Maria ist wunderbar. Sie klagt kein bisschen. Ich bin froh, dass ich ihr Mann sein darf. Ich werde dich nicht enttäuschen und für die beiden gut sorgen. Du verlässt uns ja nicht.




Begegnung -  Maria und Elisabeth Statio zum 2. Advent

 

Maria:

Nachdem ich das Erlebnis mit dem Engel einigermaßen begriffen hatte, ist mir noch etwas eingefallen. Ich hatte den Engel unsicher nachgefragt: Wie soll das alles gehen, ich bin ja nicht einmal verheiratet? Der Engel antwortete: Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Und um es zu bekräftigen, hat er mir verraten, dass meine Cousine Elisabeth auch ein Kind erwartet und schon im 6. Monat schwanger ist. Eigentlich ist das unmöglich, denn Elisabeth ist viel zu alt zum Kinderkriegen. Sie könnte schon Oma sein. Das wollte ich wissen und habe mich auf den Weg gemacht, sie zu besuchen.

 

Elisabeth:

Ich bin Elisabeth, verheiratet mit Zacharias und wohne in En Karim. Das ist in der Nähe von Jerusalem. Mein Mann ist Priester im Tempel. Wir haben uns immer Kinder gewünscht und unser ganzes Leben darum gebetet. Aber Gott hat uns unseren Wunsch nicht erfüllt. So dachten wir jedenfalls. Denn als mein Mann wieder einmal als Priester seinen Dienst am Altar erfüllte, stand da auch ein Engel. Auch Zacharias bekam einen großen Schrecken, aber der Engel sagte: Fürchte dich nicht. Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau wird einen Sohn bekommen, den sollst du Johannes nennen. Aber Zacharias hat dem Engel nicht geglaubt, weil wir beide doch schon so alt sind. Seitdem kann er nicht mehr reden. Es hat ihm geradezu die Sprache verschlagen.

 

Maria:

120 km bis En Karim, dazu eine Strecke die durch das Gebirge geht. Für allein reisende Frauen war das nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Aber der Engel sagte: Gott ist mit dir! Also habe ich mich aufgemacht. Irgendwie freute ich mich auch, Elisabeth wieder zu sehen. Und dann war es soweit. Elisabeth stand mir gegenüber und rief: Du bist mehr gesegnet als alle anderen Frauen. Als ich dich sah bewegte sich vor Freude das Kind in meinem Bauch. Aber wie konnte Elisabeth das wissen? Die Geschichte von meinem Kind und dem

Engel?

 

Elisabeth:

Ich habe es ihr sofort angesehen. Trotz der Reisestrapazen strahlte sie ein inneres Glück aus. Und sie sang ein Loblied auf unseren Gott, der uns Beide so reich beschenkt hat. Maria blieb 3 Monate bei mir, und nach und nach haben wir uns unsere Geschichten erzählt. Übrigens die Verwandten und Nachbarn haben ganz schön über uns geredet als unser Sohn geboren wurde, und ich wollte dass er Johannes heißt. Also haben sie meinen Mann gefragt. Der konnte aber nicht sprechen. So schrieb er den Namen auf eine kleine Tafel. Da haben alle nicht schlecht gestaunt, als da Johannes stand. Und in dem Moment hatte auch er seine Sprache wiedergefunden. Gott macht alles gut!

 


Wie alles begann - Statio zum 1. Advent

Maria:

Ich bin Maria? Ein unbekanntes Mädchen aus einem unbekannten Dorf. Nazareth heißt es. Wie bei euch war mein Tagesablauf fast immer gleich. Ja, bis auf den Tag, der alles verändern sollte – mein ganzes Leben. Ich hörte eine Stimme, und ich war mir ganz sicher, dass es Gottes Stimme war. Sie war leise und doch ganz eindringlich. Der ganze Raum war davon erfüllt. Die Stimme sagte, ich sollte mich nicht fürchten. Das ist einfach gesagt. Wer soll sich nicht fürchten, wenn plötzlich Gottes Stimme in meinem Zimmer zu hören ist. Aber er sagte noch mehr. Er sagte: Du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen. Den sollst du Jesus nennen. Er wird der Gottes Sohn sein.

Engel:

Ich bin Gabriel, ein Engel. Engel sind Boten Gottes und wenn Gott den Menschen etwas sagen will, schickt er oft einen von uns. Man kann uns nicht wirklich sehen, aber die Menschen können uns hören und spüren. Jedenfalls wenn sie aufmerksam sind und zuhören können. Maria hat sich schon ganz schön erschrocken, aber sie konnte zuhören. Viele Menschen hören nichts oder nur sich selber. Dann kann es sein, dass sie Gottes Stimme verpassen. Und sie hat ganz einfach „Ja“ gesagt zu dem, was Gott mit ihr vorhatte.

Maria:

Einfach war es nicht – aber ich konnte nicht anders. Der Engel sagte: “Der Herr ist mit Dir.“ Ich dachte, wenn Gott mit mir ist, dann wird alles schon gut und richtig sein. Trotzdem habe ich fast nicht gewagt, jemandem davon zu erzählen. Ich dachte, alle halten mich dann für verrückt. So war es mein Geheimnis – erstmal.

Engel:

Gott spricht zu allen Menschen, und wenn sie ihn nicht hören können, dann sind sie entweder zu laut oder zu beschäftigt oder Beides. Achtet einmal darauf! Wenn man eine ganz gute Nachricht bekommen hat oder jemand einem Anderen eine große Freude gemacht hat sagt man zu ihm: Du bist ein Engel. Jeder kann ein Engel werden. Man muss zuhören können.


Nun schon seit einigen Jahren bereitet Thomas Barnack mit einigen eifrigen Helfer*innen der Gemeinde St. Cäcilia zur Adventszeit eine besondere Freude: allwöchentlich gestaltet er aus den zahlreichen Krippenfiguren im Fundus eine neue Szenerie aus den vorweihnachtlichen Evangelien. Immer wieder überraschend neu und anders kleidet und arrangiert er die Figuren und erfüllt so die biblischen Geschichten mit Leben - heute besucht Maria ihre Freundin Elisabeth.

Monika Gunkel wiederum begleitet die Wandelkrippe mit Texten zur Statio, im vergangenen Jahr eher abstrakte Gedanken zu Warten und Erwarten, in diesem Jahr nah an der biblischen Erzählung und doch wieder übersetzt in unsere Gegenwart.

In dieser Kombination gewinnt die Adventszeit für die Gläubigen in St. Cäcilia eine besondere Tiefe und schenkt eine außergewöhnliche Freude bereits in der Vorfreude auf Weihnachten.


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