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„Flagge zeigen“ verwandelt

# Kinder & Jugend - St. Cäcilia

Veröffentlicht am Dienstag, 9. Januar 2024 10:05 Uhr
© Bu
„Flagge zeigen“ verwandelt

Beobachtungen am Rande der Sternsingeraktion

Der zweite Tag der Sternsinger in Michendorf begann mit einem herzerfrischenden Familiengottesdienst. Anschließend machten sich nach einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindezentrum zwei Gruppen auf den Weg. Während die eine Gruppe das gesamte Gemeindegebiet bis über Beelitz und Wittbrietzen mit dem Auto abgefahren ist, wollten die anderen die Michendorfer Familien zu Fuß besuchen. Ich hatte da so meine Bedenken wegen der großen Strecke, den vielen Adressen und der Kälte. Aber ich wurde überstimmt. Man lief also los. Inzwischen hatte ich im Gemeindezentrum längst alles wieder aufgeräumt und mein Blick ging mehr als einmal sorgenvoll über den Parkplatz. Die Autos der Betreuer standen immer noch da. Inzwischen war es dunkel geworden. Endlich kamen sie zurück. Ich erwartete erschöpfte, frierende Kinder, denen die Füße weh tun, die hungrig sind, und genervte Gesichter zeigen. Aber zu meiner großen Überraschung empfing ich fröhliche, aufgeräumte Kinder, die das alles „ziemlich cool“ fanden. Die Leute auf der Straße wären so freundlich gewesen. Überall hätte man ihnen zugewinkt und überhaupt: Da wo die Sternsinger aufgetaucht sind ging die Sonne auf in den Gesichtern der Menschen, sagten die Betreuer. Wenn das kein Segen ist! Flagge zeigen verwandelt offensichtlich nicht nur die Sternsinger.

Monika Gunkel


Unsere Autofahrtruppe war sogar noch ein bisschen länger, jedoch nicht minder fröhlich unterwegs. Ein kurzfristig weiterer Stopp in Ferch und die unterschätzte Zeit für das An- und Abschnallen der Sternsinger auf den drei dicht an dicht gepackten Sitzerhöhungen auf der Rückbank ließ uns eine Stunde länger unterwegs sein als geplant. Schlittern auf glatten Gehwegen und gefrorenen Pfützen, Sternsingerlieder singen, Trickfragen auf den Fahrtstrecken (bei denen auch jeder noch einmal aufs Glatteis geschickt wurde), die Gespräche mit den freundlichen Gastgebern und die Freude, die sich Sternsinger und Gastgeber mit Segen und Gaben gegenseitig bereiteten, ließen nicht nur die Sonne am Himmel strahlen.

Am Donnerstag werden die Sternsinger zum Abschluss den Segen zu Kindern und Erziehern der Entdeckerkita auf dem Wolkenberg und in das Michendorfer Rathaus bringen.

Karin Buchholz

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