Foto: Die geehrten Frauen mit der Bürgermeisterin (von links): Karin Dombrowski, Ursula Pätzold, Erika Laudenbach, Ursula Rullmann und Bettina Weist.
Eine besondere Ehre wurde kürzlich den langjährigen Leitungen der Gladbecker Frauenhilfe zu Teil. Aus den Händen von Bürgermeisterin Bettina Weist erhielten Ursula Pätzold, Erika Laudenbach, Karin Dombrowski und Ursula Rullmann die Ehrenmedaille der Stadt, die höchste Auszeichnung, die es in Gladbeck gibt. Die Frauen haben die Ehrung stellvertretend erhalten. Bürgermeisterin Weist sagte: „Die Frauenhilfen bieten den Beteiligten Raum und Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu informieren, zu diskutieren und zu engagieren. Bis ins hohe Alter kümmert sich die Frauenhilfe um ihre Mitglieder und andere Gemeindeglieder und leistet damit einen besonderen Beitrag gegen die Vereinsamung von Menschen.“
Neben der Frauenhilfe wurden auch weitere aktive Ehrenamtliche aus anderen Bereichen ausgezeichnet. „Das Ehrenamt in unserer Stadt ist vielfältig, es gibt unzählige Bereiche des Engagements, so viele helfende Hände und tatkräftige Macherinnen und Macher. Egal, ob im Sportverein oder im Seniorenheim, im Brauchtum oder in der Kultur, in der Arbeit mit Kindern oder zugewanderten Menschen: Sie, liebe Ehrengäste, sind der wahre Reichtum unserer Stadt. Ich sage ‚Danke‘ für Ihr Engagement, Ihr Mitgestalten, Ihre Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit, auch im Namen von Rat, Verwaltung und Bürgerschaft!“, lobte die Bürgermeisterin die Ehrenamtlichen bei der Verleihung.
Ursel Pätzold war 32 Jahre Mitglied des Presbyteriums der Ev. Kirchengemeinde im Bezirk Mitte und ebenso lange Vorsitzende der Frauenhilfe Gladbeck-Mitte II. Sie gehörte ebenfalls 32 Jahre dem höchsten Leitungsgremium des Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten, der Kreissynode an. Sie brachte sich ebenfalls auf überregionaler Ebene für die Belange der Frauen ein und gehörte zwölf Jahre zum Vorstand der Frauenhilfe von Westfalen mit Sitz in Soest. 23 Jahre war sie Leiterin des Bezirksverbandes der Frauenhilfen im Kirchenkreis.
Erika Laudenbach war 27 Jahre Vorsitzende der Frauenhilfe Gladbeck-Mitte und gehörte zum Bezirksverband. Im Presbyterium der Ev.-luth. Kirchengemeinde Gladbeck arbeitete sie bis zum Erreichen der Altersgrenze mit. In Gladbeck initiierte sie Sonntagstreffen für Senioren, um der Vereinsamung von Älteren entgegenzuwirken. Sie brachte ihre Kraft ein, um die Annäherung der beiden großen Konfessionen durch die Organisation von ökumenischen Veranstaltungen vor Ort voranzubringen.
Karin Dombrowski hatte über 43 Jahre den Vorsitz in der Frauenhilfe Rosenhügel inne. Für 12 Jahre gehörte sie als Presbyterin zum Leitungsgremium der Kirchengemeinde im Bezirk Brauck. Sie engagierte sich über mehr als 25 Jahre im Bastelclub Rosenhügel an der Petruskirche und organisierte unzählige Ausflüge. Der sonntägliche Mittagstisch an der Paulus- und später an der Petruskirche konnte auf ihre Mithilfe zählen.
Frau Dombrowski engagierte sich auch über zehn Jahre im Seniorenbeirat der Stadt Gladbeck und gehörte dem Vorstand an.
Ursula Rullmann war 19 Jahre Vorsitzende der Frauenhilfe Zweckel und ebenfalls Mitglied des Bezirksverbandes der Frauenhilfen im Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Sie brachte vor allem ihre Kenntnis als lang-jährige Hausärztin und ausgebildete Psychotherapeutin in die ehrenamtliche Arbeit der Frauenhilfe ein. Durch nachgehende Besuche half sie - oft unbemerkt - Frauen in Krisensituationen.
Zwischenzeitlich übernahm sie Deutsch-Sprachkurse für Geflüchtete in Gladbeck. (SR/DC)
Foto: Chudaska.