Das Kreuz als Erinnerungszeichen

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Das Kreuz als Erinnerungszeichen

Am Himmelfahrtstag hat sich Pfarrer Andreas Weyer von seiner Gladbecker Gemeinde in den Ruhestand verabschiedet. In einem Familiengottesdienst im Garten der Pauluskita an der Roßheidestraße entpflichtete Superintendent Steffen Riesenberg den 66-jährigen Weyer von seinen Aufgaben in der Gemeinde.

Den Gottesdienst hatte er gemeinsam mit seinem Kollegen im Bezirk Brauck, Pfarrer Martin Schäfer, und dem Team der Kita vorbereitet. Für die Musik sorgte der gut aufgelegt Posaunenchor Brauck-Beckhausen. Anhand von kurzen Anspielen versetzten die Pfarrer die Gemeinde in die Jünger Jesu, die sich nach der Himmelfahrt unter dem Motto „Weißt du noch?“ an ihre Erlebnisse an der Seite von Jesus von Nazareth erinnern. So erlebte die Gemeinde sowohl die Sturmstillung als auch die Begegnung mit dem blinden Bartimäus noch einmal nach. In seiner kurzen Predigt sprach Andreas Weyer über Erinnerungshilfen: Das Kreuz sei die allerbeste Erinnerung an Jesus und seine Geschichte. Mit den Kindern der Kita hatte er eine Überraschung vorbereitet: Auf dem Außengelände waren 150 individuell bemalte Holzkreuze versteckt, die Kinder und Erwachsene nach der Predigt suchen und mit nach Hause nehmen konnten.

In der Ansprache zur Entpflichtung zog Superintendent Steffen Riesenberg die Parallelen zwischen Christi Himmelfahrt und der Verabschiedung eines Pfarrers: „Ein Abbruch, ein Aufbruch auch, und damals wie heute geprägt von manchen Fragen und mancher Unsicherheit: Was bleibt? Wie wird es hier ohne ihn weitergehen? Was hat er uns hinterlassen?“

Andreas Weyer war 2013 im so genannten allgemeinkirchlichen Dienst in den Kirchenkreis gekommen. Nach Diensten in Hervest-Wulfen, Bottrop-Fuhlenbrock und im Bottroper Knappschaftskrankenhaus kam er vor sieben Jahren an den Gladbecker Rosenhügel. Dort hat er sich besonders um die religionspädagogische Begleitung der Kindertagesstätten gekümmert und viele Gottesdienste gefeiert. Superintendent Riesenberg sagte: „Deine Ruhe und deine Treue und deine Zugewandtheit, gerade zu den Kleinsten in der Gemeinde, dein offenes Ohr, das schätzen die Menschen an dir. Das hinterlässt Spuren im Leben von Menschen. Wir wissen: Das warst du nicht allein. Gott hat gesegnet, wenn du gesegnet hast. Gott hat gesprochen, wenn du gepredigt hast. Gott hat getröstet, wenn du getröstet hast. Und wenn Menschen fröhlich geworden sind, dann haben sie durch dich etwas von Gottes Liebe gespürt.“

Im Ruhestand will Andreas Weyer sich mehr Zeit für den Sport, seinen Chor und die Familie nehmen, und nach einer Zeit der Pause überlegen, wie und wo er seine Kräfte auch in der Kirche noch einbringen kann. Denn Pfarrer bleibt er, auch im Ruhestand.

 

Foto: Chudaska

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