Die Jüdische Gemeinde: Religiöses Leben rund um zwei Synagogen

# Emmaus: Gemeindezeit-Artikel

Die Jüdische Gemeinde: Religiöses Leben rund um zwei Synagogen

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ist mit etwa 7.000 Mitgliedern eine der größten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Die Geschichte jüdischen Lebens in Düsseldorf ist lang, wurde jedoch durch die Shoah zutiefst unterbrochen. Nach 1945 konnte die Gemeinde wieder gegründet werden und hat sich seitdem durch Zuwanderung neu belebt.

Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ist eine sogenannte Einheitsgemeinde. Das bedeutet, dass die verschiedenen Strömungen des Judentums unter dem Dach der Gemeinde gelebt werden können. So bietet die Gemeinde neben einem orthodoxen und einem bucharischen Gebet auch einen egalitären Gottesdienst an.

Das religiöse Leben der Gemeinde findet in zwei Synagogen statt, die die unterschiedlichen Traditionen innerhalb der Gemeinschaft abbilden: Die große Hauptsynagoge dient als zentraler Ort für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen. Eine kleine bucharische Synagoge berücksichtigt die Riten und Bräuche der aus Zentralasien stammenden Gemeindemitglieder.


Die Jüdische Gemeinde unterhält eine umfangreiche Infrastruktur, die für das soziale Miteinander und die Bildung von Bedeutung ist: Zum Schulzentrum gehören eine Grundschule und der größte Kindergarten Düsseldorfs. Das Albert-Einstein-Gymnasium ist eine anerkannte weiterführende Schule. Das Altenheim „Nelly-Sachs-Haus“ bietet Pflege und Betreuung im Einklang mit den religiösen und kulturellen Anforderungen der jüdischen Seniorinnen und Senioren.

Neben der Gemeinde gibt es in Düsseldorf zudem die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf als eigenständigen Verein. Die Gesellschaft widmet sich der Förderung des gegenseitigen Verständnisses und der Überwindung von Vorurteilen zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser und gesellschaftlicher Herkunft. Die Hauptaufgabe liegt dabei in der Gestaltung der Beziehungen zwischen Juden und Christen. Dies erfolgt durch Bildungsarbeit, Gedenkveranstaltungen und die Organisation von Begegnungen. Die Gesellschaft setzt sich zudem aktiv gegen Antisemitismus und Intoleranz in der Stadtgesellschaft ein.


Offene Formate der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf

Die Jüdische Gemeinde sucht aktiv den Kontakt zur breiten Öffentlichkeit und pflegt einen offenen Dialog mit der Stadtgesellschaft. Regelmäßig bietet die Gemeinde öffentliche Vorträge, Lesungen und Konzerte an, die für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sind. Diese Veranstaltungen dienen als Plattformen, um die jüdische Kultur, Religion und die Gemeinschaft kennenzulernen.

Aktuelle Termine erhalten Interessierte über die Website sowie die Präsenzen auf Facebook und Instagram.

https://jgdus.de/

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