
Hofgeismar / Wolfhagen. Am Freitag, dem 6. März, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den diesjährigen Weltgebetstag der Frauen – auch im Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen. Für dieses Jahr haben Frauen aus Nigeria die Vorlage für die Gottesdienste erarbeitet, die am oder um den ersten Freitag im März gefeiert werden. Sie steht unter der Überschrift: „Kommt! Bringt eure Last.“
Diese Vorlage werden Frauen verschiedener Konfessionen in 23 Gottesdiensten im Gebiet des Kirchenkreises umsetzen und mit den Teilnehmenden – Frauen, Männern, Kindern und Jugendlichen – feiern. Diese Gottesdienste sind eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung – vor Ort und mit den Menschen in Nigeria.
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und ein junges Land: Etwa die Hälfte der mehr als 230 Millionen Menschen ist 18 Jahre alt oder jünger. Über 250 Ethnien sprechen mehr als 500 Sprachen. Im Norden ist der Islam stark, während der Süden vom Christentum geprägt ist, jeweils in sehr vielfältigen Strömungen und Konfessionen. Hinzu kommen spirituelle Lebensdeutungen aus den afrikanischen Traditionen. Dank der Ölindustrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt. Umweltzerstörung, Gewalt und Korruption prägen für viele den Alltag.
In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, politischen, ethnischen und religiösen Spannungen. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind weitverbreitete Folgen all dieser Umstände.
Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. So erzählt ein Mädchen vom Schulstress und wie Freundschaft und Gebet helfen. Drei erwachsene Frauen teilen ihre Erfahrungen: Eine von der Solidarität unter Witwen. Eine von der Liebe zu ihrer Tochter und der täglichen Herausforderung, sie im Umfeld von Terror trotzdem zur Schule zu schicken. Und die dritte von der Resilienz von Frauen trotz Armut, Korruption und Staatsversagen.
Die verschiedenen Vorbereitungsgruppen laden ein, die Gottesdienste gemeinsam zu feiern, um sich dabei mit den Menschen in Nigeria zu verbinden und auch die eigenen Lasten gemeinsam besser tragen zu können.
Altendorf: 08.03., 11:00 Uhr, Ev. Bonifatiuskirche, Familiengottesdienst
Balhorn: 18:00 Uhr, SELK
Ippinghausen: 18:00 Uhr, Gemeindehaus
Naumburg: 19:00 Uhr, Gemeindehaus
Altenhasungen: 19:00 Uhr, Ev. Kirche
Oberelsungen: 19:00 Uhr, Gemeindehaus
Wolfhagen: 18:00 Uhr, Ländervorstellung, 19:00 Uhr, Gottesdienst, Gemeindehaus
Dörnberg: 19:00 Uhr, Ev. Kirche
Ehlen: 18:00 Uhr, Ev. Kirche
Breuna: 18:00 Uhr, Ev. Kirche
Niederlistingen: 18:00 Uhr, Ev. Kirche
Ostheim: 18:00 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus
Westuffeln: 19:00 Uhr, Ev. Kirche
Holzhausen: 19:00 Uhr, Ev. Gemeindehaus
Immenhausen: 18:00 Uhr, Kath. Kirche
Mönchehof: 18:00 Uhr, Ev. Kirche
Udenhausen: 19:00 Uhr, Ev. Kirche
Bad Karlshafen: 19:00 Uhr, Ev. Stephanuskirche
Gottsbüren: 19:00 Uhr, Pfarrhaus
Hofgeismar: 19:00 Uhr, Ev. Brunnenkirche
Sielen: 18:00 Uhr, Ev. Kirche
Arenborn: 18:00 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus
Veckerhagen: 18:00 Uhr, Ev. Kirche