Painted Hope - Mit Europe Cares im Paréa Center Lesbos

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Painted Hope - Mit Europe Cares im Paréa Center Lesbos

Eine besondere Ausstellung wird in der Zeit vom 26. April bis zum 28. Juni 2026 im Ostchor des Doms zu sehen sein: Painted Hope

Es handelt sich um Gemälde von Kindern und Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien und Somalia aus einem Lager für Geflüchtete auf der Insel Lesbos.

Europe Cares e.V. ist eine Frankfurter Hilfsorganisation, die seit 2020 humanitäre Hilfe auf Lesbos, Griechenland, leistet. Was 2020 als Nothilfe nach dem Brand des Moria-Lagers begann, ist heute eine dauerhafte Präsenz: 

Das Paréa Community Center, das Europe Cares seit 2022 gemeinsam mit elf Partnerorganisationen betreibt, ist ein fester Anlaufpunkt für Menschen, die auf der Insel auf die Entscheidung über ihr Asylverfahren warten.

Die mediale Aufmerksamkeit für die Situation an den europäischen Außengrenzen hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Dabei ist die Lage auf Lesbos nach wie vor ernst. Im geschlossenen Aufnahmelager (CCAC), das 2021 als Nachfolger des abgebrannten Moria-Lagers eröffnet wurde, leben tausende Menschen unter stark eingeschränkten Bedingungen, mit begrenztem Zugang zur Außenwelt, langen Wartezeiten und wenig Perspektive. Das Lager steht seit seiner Eröffnung in der Kritik: wegen fehlender Transparenz, eingeschränktem NGO-Zugang und Bedingungen, die internationalen Menschenrechtsstandards nicht entsprechen.

Das Paréa Center versteht sich bewusst als Gegenentwurf dazu.
Es ist ein offener, gemeinschaftlicher Ort mit einem besonderen Fokus auf Frauen und Kinder, die zu den vulnerabelsten Gruppen im Lager gehören. Neben Beratung, Sprachkursen und psychosozialer Unterstützung gibt es einen Women's Space, einen Child-Friendly Space und verschiedene kreative Angebote. Eines davon ist das Kunstprogramm in Zusammenarbeit mit der Kunstschule Wave of Hope for the Future. In diesem Rahmen entstanden die Werke der Ausstellung Painted Hope: Gemälde von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren, aus Afghanistan, Syrien, Somalia und vielen anderen Ländern. Bilder, die zeigen, was Zahlen und Berichte oft nicht können.

Die Situation an Europas Außengrenzen betrifft uns alle. Europe Cares setzt sich täglich dafür ein, dass Menschenrechte dort keine Ausnahme sind. Dabei sind wir auf Unterstützung angewiesen: durch Spenden, die unsere Arbeit vor Ort ermöglichen, durch das Teilen von Informationen, die das Thema sichtbar halten, und durch eine Haltung im Alltag, ob im Gespräch, in der Schule oder in den sozialen Medien, die Menschen auf der Flucht mit Würde begegnet. Wer sich informieren oder engagieren möchte, findet mehr unter www.europecares.org.

Die Eröffnung der Ausstellung findet statt am Sonntag, dem 26 April, um 11.30 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst. Lennard Everwien, Präsident von Europe Cares e.V. , wird zur Eröffnung anwesend sein.

Herzlich willkommen!

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