Wo aus Begegnungen Gemeinschaft wird: Café du Kräh

# Emmaus: Gemeindezeit-Artikel

Wo aus Begegnungen Gemeinschaft wird: Café du Kräh

Ob Schnippeldisko, Bildungsfrühstück, Kunstcafé oder gemeinsames Singen – wer das Café du Kräh in Flingern auf der Krahestraße betritt, merkt schnell, dass hier ein Ort entstanden ist, an dem Menschen gerne zusammenkommen. Ein Ort, den Aline Turreck seit vielen Jahren mitgestaltet.

Die 34-Jährige kam 2010 für ihr Studium nach Düsseldorf und zog in die Langerstraße. Die  Nachbarschaft spielte für sie schon damals eine wichtige Rolle, als hinzugezogene Wahl-Düsseldorferin. Über nebenan.de lernte sie jemanden aus dem Verein Gute Nachbarschaft e.V.  kennen, von dem das Café du Kräh betrieben wird. Neugierig schaute Aline bei einem Sonntagsspaziergang vorbei und wurde eingeladen zu weiteren Veranstaltungen. „Wir haben zusammen selbstgemachten Kuchen gegessen, ich habe einfach abgespült, Thekendienst mitgemacht und mich sofort wohlgefühlt“, erinnert sie sich. Aus diesem ersten Besuch wurden Freundschaften und ein dauerhaftes Engagement.

Nachhaltigkeit im Fokus

Schon während ihres Studiums beschäftigte sich Aline intensiv mit nachhaltigen Themen. Im AStA arbeitete sie im Nachhaltigkeitsreferat, organisierte Lebensmittelrettungen und einen veganen Brunch. Parallel plante sie Veranstaltungen für die evangelische Studierendengemeinde und arbeitet bis heute für die ESG. Lebensmittel wertzuschätzen und Ressourcen bewusst zu nutzen, ist ihr wichtig. „Mich bewegt, wie viel Essen noch immer im Müll landet. Dabei kann das gemeinsame Kochen so viel Freude machen, Menschen in Verbindung bringen und Ressourcen sparen.“

Dieses Anliegen brachte sie auch ins Café du Kräh ein. Freitagsessen zur nachhaltigen Ernährung, Workshops für ressourcenschonendes Verhalten sowie Kooperationen mit Solidarischer Landwirtschaft und Foodsharing Düsseldorf entstanden. Aline kam Ende 2018 zum Verein, seit Januar 2020 steht sie ihm als Vorsitzende vor. Im selben Jahr holte sie für den Verein den zweiten Platz beim Umweltpreis der Stadt Düsseldorf. Bei Aline steht vor allem ihr Interesse an der Gemeinschaft im Mittelpunkt: „In der Krahestraße haben wir die einzigartige Kombination von kreativ und nachhaltig. Hier bringen Menschen ihr Wissen zusammen. Jede und jeder trägt etwas bei.“

Hauptberuflich arbeitet Aline in der evangelischen Studierendengemeinde als Assistenz im Wohnheim. Auch dort geht es ihr um Begegnung. Dieser rote Faden prägt ihr Engagement: Räume zu schaffen, in denen Menschen sich begegnen, voneinander lernen und gemeinsam etwas bewegen.

 

Café du Kräh: Offen für alle, getragen von vielen

Getragen vom Verein Gute Nachbarschaft e.V.

Ziele: Förderung von Kunst und Kultur, Förderung des Völkerverständigungsgedankens und Umweltschutzes

Jede/r ist zu den öffentlichen Angeboten eingeladen, Unkostenbeitrag 2 Euro

Man kann sich auch als Mitglied engagieren und selbst Veranstaltungen anbieten

Veranstaltungskalender und weitere Infos unter: https://gutenachbarschaft-ev.de

 

Sonja Intze

 

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