St. Gertraudenkirche

# Verlorene Kirchen

St. Gertraudenkirche

An die St. Gertrauden-Kirche und das Hospital erinnern heute in diesem Stadtviertel nur noch einige Namen, wie der nach dem Spital benannte Spittelmarkt, die Gertraudenstraße und die Gertraudenbrücke.


Die erste St. Gertrauden-Kapelle wurde vor dem Teltower Tor, dem späteren Gertraudentor in den Jahren 1405-1411 errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde das Pflaster der Friedrichstadt um 5 Fuß erhöht. Dazu wurde die Kapelle trotz der festen Mauern und des schönen Gewölbes abgebrochen. König Friedrich Wilhelm I. ließ die Kirche 1739 in barocker Form wiedererrichten. Um die Kirche gestaltete man einen Markt, den Spittelmarkt. Eine letzte umfassende Erneuerung der Kirche erfolgte 1833 nach den Plänen von Schinkel. Der Turm wurde abgetragen und ein mittelalterliches Äußere der Kirche gestaltet. Die Kunstwerke der Kirche wurden von der Spitalkapelle in der Wartenbergstraße, dem jetzigen Krankenhaus Kreuzberg, übernommen. Im Laufe der Zeit haben sie sich unbekannt verstreut, erhalten ist nur noch der Altar in der Kirche Lübars.


Heute erinnert an die St. Gertraudenkirche und das dazu gehörende Hospital das auf der Gertraudenbrücke stehende überlebensgroße Bronzestandbild der heiligen Gertraud. Diese 3 m hohe Bronzegruppe mit der Heiligen in der mittelalterlichen Kleidung der Klosterfrauen wurde 1886 von Rudolf Siemering geschaffen.

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