
Vor vielen Jahren ist mir dieser Brauch über den Weg gelaufen:
Man schneidet am 4. Dezember Zweige von einem im Frühling blühenden Strauches oder Baumes ab, z.B. Kirschzweige oder Forsythien, und stellt diese ins Wasser. Wenn es klappt, hat man zu Heiligabend (oder drum herum) einen blühenden Zweig in der Vase. Quasi als Zeichen dafür, dass ein neues Leben beginnt, das Licht (Jesus) uns erschienen ist.
Ich fand diesen Brauch sehr schön und habe ihn übernommen.
Aber mich hat dann doch interessiert, woher dieser Brauch kommt. Hier die absolute Kurzfassung:
Eine junge hübsche Frau namens Barbara (später die Heilige Barbara) lebte Ende des 3. Jahrhunderts in einem kleinen Ort in der heutigen Türkei. Sie sollte nach dem Willen des Vaters heiraten und abgehalten werden, den christlichen Glauben anzunehmen, von dem sie über ihre Lehrer erfahren hatte. Sie wollte nicht, floh, wurde verraten und gefangen genommen. Trotz Folter blieb sie ihrem Glauben treu.
Der Legende nach blieb sie mit ihrem Gewand beim Weg ins Gefängnis an einem Zweig hängen. Diesen abgebrochenen Zweig stellte sie im Gefängnis in ein Gefäß mit Wasser. Der Zweig blühte am Tag ihrer Hinrichtung auf, an dem sie für ihren Glauben starb, dem 4. Dezember 306.
Die ausführliche Darstellung finden sie unter https://www.erzbistum-koeln.de...

Tipp zu den Zweigen:
Viel Freude wünsche ich Ihnen beim Austesten. Vielleicht mögen ja einige erzählen, ob es geklappt hat.
Kerstin Ruf
(Presbyterin und Redaktion)