Neue Kirchenvorstände sind gewählt - wir gratulieren !

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Neue Kirchenvorstände sind gewählt - wir gratulieren !

Sie gestalten die Kirche der Zukunft mit: In rund 600 Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) wurden neue Kirchenvorstände gewählt. Im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg waren Gemeindeglieder in insgesamt 31 Kirchengemeinden aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Hier nutzten 8883 Menschen ihr Recht zur Wahl. Das sind 39,78 Prozent.

Ein großer Teil der Wählerinnen und Wähler im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg hat die Möglichkeit zur Online-Wahl genutzt. 54,63 Prozent haben auf diesem Weg abgestimmt. 3,01 Prozent der aktiven Wählerinnen und Wähler nutzten die Briefwahl, 42,53 Prozent gingen am Sonntag zur Wahlurne.

„Das ist für uns ein gutes Ergebnis. Wir liegen damit weit über der Wahlbeteiligung in der gesamten Landeskirche   und wir sind sehr dankbar“, sagt Dekanin Eva Brinke-Kriebel. „Mit der guten Wahlbeteiligung haben die neu gewählten Kirchenvorstände zudem eine breite Basis für alle Entscheidungen, die in den kommenden sechs Jahren getroffen werden müssen“, betont sie und dankt zugleich allen Beteiligten, die diese Wahl vorbereitet, organisiert und durchgeführt haben. Eva Brinke-Kriebel: „Ich freue mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ 

„Alle, die gewählt haben, haben ein Zeichen gesetzt“, sagt auch die Bischöfin der EKKW, Dr. Beate Hofmann, mit Verweis auf das Motto der Wahlkampagne: „Sie zeigen, dass sie sich ihrer Kirche verbunden fühlen und stärken jenen den Rücken, die sich vor Ort für ihre Gemeinde, für christlichen Glauben und Nächstenliebe einsetzen.“ Bischöfin Hofmann gratuliert den Gewählten und dankt ihnen für ihre Bereitschaft, Verantwortung für eine lebendige Kirche zu übernehmen. Auch ihr Dank gilt allen Engagierten, die zum Gelingen der Wahl beigetragen haben.

Insgesamt haben im Gebiet der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck 23,8 Prozent der Wahlberechtigen ihre Stimme abgegeben. Rund 80.000 Menschen haben digital abgestimmt – das sind rund 13,2 Prozent aller wahlberechtigten Gemeindeglieder und 55,9 Prozent der aktiven Wählerinnen und Wähler. Insgesamt ist die Wahlbeteiligung geringfügig zurückgegangen: 2019 lag sie bei 24,1 Prozent.

Unter dem Motto „Zeichen setzen – Deine Stimme wirkt“ waren insgesamt 607.606 Gemeindeglieder ab 14 Jahren aufgerufen, neue Kirchenvorstände in annähernd 600 Kirchengemeinden der EKKW zu wählen: online, per Brief oder an der Urne. Von der Onlinewahl, die vom 26. September bis zum 19. Oktober möglich war, haben 80.028 Menschen (13,2 Prozent) Gebrauch gemacht, erläutert Pfarrerin Ulrike Joachimi, Beauftragte für die Kirchenvorstandswahl 2025. Gemessen an der Zahl derer, die tatsächlich abgestimmt haben, waren es 55,9 Prozent. „Wir erleben, dass die schnelle und unmittelbare Wahlmöglichkeit nicht nur für Jüngere, sondern für alle Wählergruppen attraktiv ist“, so Joachimi. So sei die älteste Onlinewählerin 103 Jahre alt.

Dass die Möglichkeit der digitalen Stimmabgabe zunehmend an Bedeutung gewinnt, wird auch im Blick zurück deutlich: Bei der vergangenen Kirchenvorstandswahl vor sechs Jahren haben rund 10 Prozent aller Wahlberechtigten online gewählt; gemessen an der Zahl derer, die tatsächlich abgestimmt haben, waren es 2019 bereits 43 Prozent. „Hier hat unsere Landeskirche Pionierarbeit geleistet“, erinnert Joachimi. Die EKKW hatte 2013 als erste Landeskirche überhaupt eine Online-Wahl angeboten, die damals schon von rund 34 Prozent der Wählerinnen und Wähler (9,3 Prozent aller damals Wahlberechtigten) genutzt wurde.

Über das Endergebnis von 23,8 Prozent freuen sich Pfarrerin Joachimi und ihre Kollegin, Diakonin Esther Koch, Fachreferentin für Kirchenvorstandsarbeit. „Die Gemeinden haben in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet und landeskirchenweit 5298 Kandidatinnen und Kandidaten für diese wichtige ehrenamtliche Leitungsaufgabe gewinnen können“, so Koch. 

Gewählt wurde in 594 Kirchengemeinden. In 23 Gemeinden musste die Wahl mangels Kandidatinnen und Kandidaten abgesagt werden; für sie wurden weitgehend Lösungen gefunden. „Insgesamt sind wir beeindruckt, dass sich kleinere Gemeinden im Zuge der Kirchenvorstandswahl zusammengeschlossen haben und so Kooperationen gestärkt wurden“, stellt Joachimi fest. Bei der Wahlbeteiligung liegen die Landgemeinden vorne. Hier konnten deutlich mehr Menschen zur Wahl motiviert werden. 

Das höchste Ergebnis bei der Wahlbeteiligung im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg verzeichnete die Kirchengemeinde Gembeck mit 63,91 Prozent der Wahlberechtigten, gefolgt von Elleringhausen mit 61,32 Prozent. Das Schlusslicht ist die Stadtkirchengemeinde Korbach mit 18,01 Prozent. Zum Vergleich: Im Upland wählten 34 Prozent, in Diemelsee 37,08 Prozent.

Der neue Kirchenvorstand leitet für die kommenden sechs Jahre gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer die Kirchengemeinde. Die Ehrenamtlichen entscheiden mit: unter anderem über Haushalt, Gebäude, Gestaltung der Gottesdienste, Konfi-Unterricht, über Feste und Personal. Wer den neuen Vorständen als gewähltes Mitglied künftig angehört, wird in den jeweils nächsten Gottesdiensten bekanntgegeben. Nach der einwöchigen Einspruchsfrist können die neuen Kirchenvorstände in ihr Amt eingeführt werden. Zusätzlich zu den gewählten Mitgliedern kann der neue Kirchenvorstand je nach Größe bis zu drei beziehungsweise bis zur Hälfte der Anzahl der gewählten Mitglieder aus der Gemeinde berufen. 

Hintergrundinformationen:

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mit Sitz in Kassel ist eine von 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der EKKW gehören annähernd 690.000 Menschen in 14 Kirchenkreisen an. Das Gebiet der Landeskirche erstreckt sich von Bad Karlshafen im Norden bis zum Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim im Süden, vom Waldecker Upland im Westen bis zum im Freistaat Thüringen gelegenen Kirchenkreis Schmalkalden.

 Weitere Informationen gibt es auf www.ekkw.de.

 

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