
Von Christopher Heibey. Am 1.1.2026 ist es so weit, der formale Schritt der Gemeindezusammenlegung ist gemacht. Aus den beiden Kirchengemeinden Düsseldorf-Heerdt und Düsseldorf-Oberkassel wird die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Linksrheinisch. Neuer Name, altes Gewand: vor mehreren Jahrzehnten gab es schon einmal eine gesamtlinksrheinische Gemeinde.
Viele Veränderungen laufen dabei nur im Hintergrund beziehungsweise werden formaljuristisch umgeschrieben und angepasst. Ich habe bereits früher davon berichtet. Die Dinge, die nach außen für die Öffentlichkeit sichtbar sind, und die das tägliche gemeindliche Leben ausmachen, sollen so vielseitig bleiben, wie es nur geht.
Trotzdem wird es mit bedeutend weniger Personal - Pfarrstellen und Hauptamtliche - Veränderungen geben müssen. Der 1.1. ist dabei das Datum der offiziellen Gemeindezusammenführung; das Zusammenwachsen ist ein andauernder und die Leistbarkeit der Angebote ein gemeinsamer Prozess.
Die pfarramtliche Versorgung mit unter Anderem Gottesdienst, Seelsorge, Taufe, Trauung, Bestattung etc., den sogenannten Kasualien, bleibt bestehen! Da die Gemeinde aber nun nur noch zwei Pfarrstellen vorhalten kann, müssen Anpassungen vorgenommen werden. So hat seit dem Spätsommer die Erprobung der neuen Gottesdienstordnung begonnen.
Die Presbyterien werden grundsätzlich gemeinsam als ein vergrößertes Presbyterium ohne Neuwahlen weiterarbeiten. Das Gemeindebüro bleibt zunächst an beiden Standorten mit den aktuellen Öffnungszeiten bestehen. Unsere Gemeindesekretärin Sabine Gonda betreut seit August 2025 beide Gemeindebüros an der Auferstehungskirche und dem Paul-Gerhardt-Haus.
Ab dem 1.1. gibt es die gesamtgemeindliche Email-Adresse duesseldorf-linksrheinisch@ekir.de. Die Konten der Kirchengemeinden bleiben zunächst bestehen und werden in Zukunft in die Konten von Düsseldorf-Linksrheinisch überführt.
Unsere gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit nimmt weiter Gestalt an. Der Gemeindebrief wird ab der kommenden Ausgabe nicht mehr die beiden Einzel-Logos tragen, sondern sich mit dem neuen Logo von Düsseldorf-Linksrheinisch schmücken.
Bleibt das über allem schwebende Thema „Eine Gemeinde Düsseldorf 2028“ des Kirchenkreises Düsseldorf. Dieser parallel verlaufende Prozess, der über die Zukunft und die Zusammenführung der Düsseldorfer Kirchengemeinden nachdenkt, ist immer noch in der Entstehung. Es handelt sich dabei aber um eine separate Entwicklung, unabhängig von unserer Zusammenführung.
So hoffen wir als evangelische Gemeinde im Linksrheinischen in den Stadtteilen Heerdt, Lörick, Niederkassel und Oberkassel mehr und mehr zusammenzuwachsen, sind dankbar für drei Predigtstätten und drei Veranstaltungsorte/Gemeindezentren und freuen uns auf viele gute Begegnungen und kreativen Austausch.