
JAHRESLOSUNG 2026

Die Jahreslosung für 2026 stammt aus dem einzigen prophetischen Buch des Neuen Testamentes. Sie verweist nicht nur in die Zukunft, sondern spricht mitten in unsere Gegenwart hinein – in Zeiten von Umbrüchen, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit. Der katholische Theologe Wolfgang Baur deutet sie als eine "Temperamentswende Gottes", der den Menschen unglaublich nahekommt und sich um alles kümmert.
Tausende von Jahren alt sind die Sehnsucht und die Hoffnung, im Neubeginn nicht alleingelassen, sondern getröstet und gehalten zu sein. »Siehe, ich mache alles neu!« Diese Worte zeigen: Im Neubeginn ist Gott zu finden, als der, der uns entgegenkommt. In Angst und Traurigkeit, in Entdeckerlust und Freude: Gott ist da. Johannes zeichnet mit seinen Worten ein Hoffnungsbild für alle Menschen, die auf einen Neuanfang hoffen und auf ein Ende von Gewalt, Schmerz und Tod. In schillerndsten Farben, mit funkelndem Gold und Diamanten und lebendigem Wasser bietet das neue Jerusalem, das Johannes beschreibt, ein ewiges, sicheres, friedliches Zuhause für alle, die der Liebe Gottes vertrauen.
So brechen wir auf in dieser Zeit. Wir alle zusammen. Hoffnungsvoll und ängstlich, sehnsüchtig und im Vertrauen auf unseren Gott, der Anfang und Ende aller Dinge ist. Wir singen und beten. Wie Tausende von Menschen vor uns. Wir teilen in schweren und in guten Zeiten, was uns trägt. Wir haben Gemeinschaft untereinander und mit Gott selbst, der in unserer Mitte ist. Als Himmelskinder sind wir gerufen – wie Johannes – hinein in diese Gemeinschaft, aber auch hinaus in unsere Welt: um unsere Lebensbilder zu zeichnen und da, wo wir sind, Gottes Liebe zu empfangen und weiterzugeben. Denn auf die Hoffnung hin leben wir, dass eines Tages alles gut sein wird, ein neuer Himmel und eine neue Erde unsere größten Träume übersteigen und wir dem endlich begegnen, der uns in Liebe begegnet und zusagt: »Siehe, ich mache alles neu!«
Vielleicht schon jetzt? Amen.
Immer wieder wird auch gefragt, ob es ein Lied zur Jahreslosung 2026 gibt. Die Antwort lautet: Ja, es gibt ein neues Lied von Gottfried Heinzmann und Hans-Joachim Eißler. Die Noten und der Text von „Alles neu“ sind bereits abrufbar.
Nun seid gegrüßt mit einem irischen Segen:
Mögest du das Glück niemals suchen müssen
– möge es dich finden, wo immer du auch bist!
Ich wünsche dir
Sonne im Herzen,
einen kühlen Kopf
und Wind unter deinen Flügeln!
Möge Gott dir dabei helfen,
aus neuen Herausforderungen
neue Chancen zu machen,
aus neuen Chancen neue Wege,
aus neuen Wegen neue Ziele,
aus neuen Zielen neue Herausforderungen
und aus neuen Herausforderungen neues Glück!
Wenn dein Glück auf sich warten lässt,
dann geh ihm mit großen Schritten entgegen!
Ein Jahr voller Sonnenschein wünsche ich dir …
und wenn es doch einmal regnen sollte,
möge das Leben dir einen guten Freund an die Seite stellen, der schützend den Schirm über dich hält.
Wohin dich dein Weg im neuen Jahr auch führen mag, eines sollst du immer haben:
Einen Cent in der Tasche -
Einen guten Freund an der Seite -
Ein Lächeln auf deinen Lippen -
Ein Lied in deinem Herzen!
Christa Bukovics
Stellvertretende Vorsitzende der Evang. Frauen in Oberösterreich