Lichtblicke im Kirchenaustrittstrend

# Rückblicke

Lichtblicke im Kirchenaustrittstrend

Pressemitteilung

Bistum Fulda lässt 12 jugendliche und erwachsene Taufbewerber offiziell zu

Kirchenaustritte sind auch im Bistum Fulda keine Rarität mehr. Und dennoch gibt es heutzutage Menschen, die sich bewusst für einen Eintritt in die Gemeinschaft der katholischen Kirche entscheiden. Zwölf erwachsene Taufbewerberinnen und Taufbewerber aus verschiedenen Orten sind am ersten Fastensonntag in der Fuldaer Michaelskirche von Weihbischof Karlheinz Diez feierlich zur Taufe zugelassen worden.

Voraussetzung dafür war, dass die Kandidaten bereits einen längeren Vorbereitungsprozess durchlaufen haben und in der bald anstehenden Osterzeit die Taufe empfangen können. „Ich freue mich außerordentlich, Sie heute hier willkommen heißen zu können und ich danke Gott dafür, dass er Ihre Wege zu dieser Entscheidung gelenkt hat“, begrüßte Diez die jugendlichen und erwachsenen Katholiken in spe. Von den Pfarrern ihrer Wohnortgemeinden wurden einige der Katechumenen – so der kirchliche Begriff für Taufbewerber – beispielhaft mit ihren Sendschreiben vorgestellt. Unter ihnen ein Elternpaar syrisch-kurdischer Herkunft, das über Arbeitskollegen und Freunde zum christlichen Glauben gefunden hatte und sich nun als Familie zusammen mit den neun und zwölf Jahre alten Kindern taufen lassen möchte. Oder die 15-jährige Luna aus Frankfurt, die aus einem gutbürgerlichen, religionsoffenen deutschen Elternhaus stammt, auf dem Weg zum Abitur ist und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens zu ihrem Taufwunsch gefunden hat. „Unsere Taufbewerber decken eine Altersspanne von 15 bis 51 Jahren ab, und stammen aus unterschiedlichen Ländern; die Hälfte aus Deutschland, daneben aber auch aus Kamerun, Mexiko, Syrien und der Türkei“, weiß Markus Günther, Pfarrer im Pastoralverbund hessisches Kegelspiel und nebenbei Diözesanbeauftragter für den Erwachsenenkatechumenat. Für eine angemessen feierlich Stimmung während der Zulassungsfeier hatte er aus seinem Pastoralverbund die Worship-Band „Herzenssache“ mitgebracht, die mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang die heiligen Hallen der alten Michaelskirche auf ergreifende Art füllten. An der Orgel begleitete der neue Domorganist Max Deisenroth.

Vor dem Ritus der Zulassung forderte Weihbischof Diez die Taufbewerber in Begleitung ihrer Paten auf, sich in der Rotunde der Michaelskirche aufzustellen und fragte sie: „Sind Sie bereit, die Sakramente unseres Herrn Jesus Christus – die Taufe, die Firmung und die Eucharistie – zu empfangen?“ . Nachdem alle zwölf ihre Bereitschaft bekundet hatten, wurde den Taufbewerbern offiziell die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche in Aussicht gestellt. Mit einem Segensgebet um die Erkenntnis der Wahrheit und die Erfahrung des Heils wurden alle in die weitere Vorbereitungszeit und die Vorfreude auf das Osterfest entlassen. Im Anschluss gab es einen Empfang im Foyer des Generalvikariats.


Dies könnte Sie auch interessieren