
Mit dem Aschermittwoch begann für uns in der Kita eine besondere Zeit des Innehaltens und der Besinnung. Am Morgen versammelten wir uns draußen, um gemeinsam den Fasching zu verabschieden. In einer kleinen Zeremonie wurden bunte Luftschlangen und Palmenzweige verbrannt. Aus der fröhlichen Farbenpracht wurde Asche – ein sichtbares Zeichen dafür, dass nun eine neue Zeit beginnt.
Im Anschluss machte Frau Hohmann mithilfe einer Handpuppe auf kindgerechte und anschauliche Weise deutlich, dass die ausgelassene Faschingszeit nun vorbei ist und die ruhigere Fastenzeit beginnt. Die Kinder hörten aufmerksam zu und kamen miteinander ins Gespräch. Gemeinsam überlegten sie, was die Asche bedeutet und warum sie für Neuanfang, Veränderung und Hoffnung steht.
Immer wieder lockerten fröhliche Lieder die Runde auf und schufen eine warme, gemeinschaftliche Atmosphäre. So wurde der Aschermittwoch nicht nur erklärend, sondern auch lebendig und erfahrbar gestaltet.
Zum Abschluss durften die Kinder selbst aktiv werden: Mit viel Freude bepflanzten sie ein Pflanzkreuz mit Blumenzwiebeln und bestreuten die Erde mit Asche. Dieses Kreuz werden sie in den kommenden Wochen beim Wachsen beobachten können – als Zeichen dafür, dass aus Vergangenem Neues entstehen kann. Es ist jetzt eine Zeit, um an Jesus zu denken, eine Zeit zum Beten und eine Zeit des Nachdenkens. Als Zeichen dafür konnten sie das Aschekreuz bekommen.
In der Fastenzeit wollen wir uns Zeit nehmen, um uns bewusst zu machen, was im Leben wichtig ist und worauf wir auch verzichten können. So wurde der Aschermittwoch für alle zu einem eindrucksvollen Erlebnis, das den Übergang vom bunten Fasching zur stilleren Fastenzeit auf besondere Weise erfahrbar machte.
Bild und Text: Vanessa Kimpel