So war die Premieren-Lesung mit Eva Almstädt

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So war die Premieren-Lesung mit Eva Almstädt

Die Premierenlesung des Romans „Ostseehölle“ von Eva Almstädt am 31. März 2026 in der ausverkauften St. Marienkirche war ein stimmungsvoller und angenehm ungewöhnlicher Literaturabend. Endlich mal ein Krimi, bei dem man sich nicht nur fragt, wer der Täter ist, sondern auch, ob man selbst schon mal genau an der Stelle stand.

Die besondere Atmosphäre des gotischen Kirchenraums verstärkte die düstere Spannung der gelesenen Passagen. Almstädt las souverän und nahbar, gab Einblicke in die Entstehungsgeschichte – und man merkte: Die Idee ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern zwischen Backstein, Geschichte und ein bisschen Gänsehaut.

Pastor Robert Pfeifer eröffnete den Abend mit einem ausführlichen Einführungsgespräch mit Eva Almstädt. Er sprach mit der Autorin über Tatorte, Türme und die Frage, wie viel Realität ein Krimi eigentlich verträgt. Ergebnis: offenbar eine ganze Menge.

Besonders schön: Im Roman geht es auch um die Turm- und Gewölbeführungen der Marienkirche – Angebote, die alle Gäste selbst nutzen können. Wer also wissen will, wo’s im Buch wirklich unheimlich wird, kann einfach hingehen. Selten war literarische Spurensuche so wörtlich zu nehmen.

Insgesamt ein Abend, der zeigt: Kultur kann spannend sein. Sogar in der Kirche. Und ganz ohne Wunder. Nur mit guter Geschichte.


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