"Kraft kriegen" Gottesdienst am 1. So. d. Osterzeit (Quasimodogeniti)

Sonntag, 12. April 2026, 10:00 Uhr
Kirche Zum Guten Hirten, Berlin Friedenau, Friedrich-Wilhelm-Platz, 12161 Berlin
Pfr. P. Martins I KMD i.R. J.-P. Schulz

Predigttext: Jesaja 40,26-31

Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt.

Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber«? Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.




Workout, Steps, Protein, Longevity – der moderne Fitness-Kult verspricht Stärke und Kontrolle. Müdigkeit gilt als Fehler, Erschöpfung als Versagen. Der Jesaja-Text hält dagegen: Selbst die Starken können einbrechen. Wirkliche Kraft kommt nicht nur aus Disziplin, sondern aus Vertrauen – aus einer Energiequelle jenseits der eigenen Leistung, gerade dann, wenn kein Workout mehr hilft.

pm



Eröffnung einer Tauffisch-Ausstellung in unserer Kirche

vom 12. April-13. September 2026


Seit vielen Jahren gehört es zur Tauftradition im Guten Hirten: Täuflinge, Patinnen und Paten erhalten einen kleinen Fisch aus Holz. Dieser „Tauffisch“ wird individuell gestaltet – bunt, schlicht, mit Namen oder Symbolen versehen.

Bei der Taufe selbst wird der Fisch in das symbolische Netz am Taufbecken gehängt. Dieses Netz steht für die Gemeinschaft des Glaubens: Du bist Teil eines lebendigen Netzes. Du bist mit Christus verbunden, du gehörst dazu.

Die Fische bleiben zunächst in der Kirche – als sichtbares Zeichen dafür, dass ein neuer Mensch in unsere Gemeinde aufgenommen wurde. Sie sind Erinnerungszeichen für uns alle.

Einmal im Jahr, im Tauferinnerungsgottesdienst, können die Tauffische wieder abgeholt und mit nach Hause genommen werden. Doch über die Jahre sind viele dieser Fische geblieben – ein wachsendes „Archiv“ unserer Taufgeschichten.

Einladung zur Ausstellung

Ab dem 12. April 2026 (Quasimodogeniti – „Wie die Neugeborenen“) zeigen wir eine Ausstellung mit all bis jetzt in der Kirche verbliebenen Tauffischen. Die Ausstellung wird im Gottesdienst an diesem Tag thematisch eröffnet und ist anschließend bis zum Tauferinnerungsgottesdienst am 13. September 2026 zu sehen.

Wer seinen Tauffisch wiederentdeckt, ist herzlich eingeladen, ihn gleich mitzunehmen!

Was es zu entdecken gibt

Die Ausstellung unter den Seitenemporen ist wie ein Gang durch viele kleine, persönliche Glaubensgeschichten.

Jeder Fisch erzählt etwas – und oft mehr, als man auf den ersten Blick sieht:

  • leuchtende Farben neben ganz schlichten, naturbelassenen Formen
  • Fische mit Namen, Daten oder Segensworten
  • Symbole wie Kreuze, Regenbögen, Herzen oder Wellen
  • kindliche Fantasie neben bewusst gewählten Zeichen von Eltern und Paten

Manche Fische wirken fröhlich und verspielt, andere ruhig und bedacht. Einige sind über die Jahre nachgedunkelt, andere strahlen noch wie am ersten Tag. Zusammen ergeben sie ein großes, lebendiges Bild von dem, was Taufe für Menschen bedeutet.

Wenn man vor dem Netz steht, merkt man:
Hier geht es nicht nur um einzelne Erinnerungsstücke – sondern um Zugehörigkeit. Um Vertrauen. Um den Wunsch, dass ein Leben unter Gottes Segen steht.

Vielleicht entdecken Sie dabei nicht nur einen vertrauten Namen oder Ihren eigenen Fisch – sondern auch neue Gedanken:
Was verbinde ich eigentlich mit meiner Taufe?

 

 

pm

 

 

 

 

 

 


 








Osterkollektenprojekt Zum Guten Hirten 2026, 
in den Gottesdiensten vom 5. April bis 3. Mai 2026

Vier Jahre Krieg in der Ukraine, Menschen sehnen sich nach Frieden und suchen Orte der Hoffnung. In Nowohrodiwka im Donezbecken wurde eine Kirche mit Gemeindezentrum zerstört. Die evangelische Gemeinde dort möchte sie wiederaufbauen – als Ort für Gottesdienst, Trost und Hilfe im Alltag. Mit unserer Osterkollekte unterstützen wir diesen Wiederaufbau. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass aus Trümmern wieder ein Ort des Glaubens und der Hoffnung entstehen kann. Jede Gabe zählt. Vielen Dank!


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