Der kammerchor cantamus dresden…
… wurde 1995 von Martin Lehmann, 29. Kreuzkantor des Dresdner Kreuzchores, und engagierten jungen Musikerinnen und Musikern gegründet. Programmatisch setzt der Kammerchor seinen Schwerpunkt auf die a-cappella-Musik der Renaissance bis zu Werken des 21. Jahrhunderts und Uraufführungen.
In den vergangenen Jahren hat sich der kammerchor cantamus dresden zu einem renommierten Ensemble entwickelt, das von Publikum und Presse für seinen warmen und besonders klaren Chorklang sowie die stilsichere Programmvielfalt hoch gelobt wird.
Der Freistaat Sachsen begeht im Jahr 2026 ein landesweites „Jahr der jüdischen Kultur“. Dieses Motto spiegelt sich auch im Konzertprogramm des Chores wider. Präsentiert werden Werke, Komponistinnen und Komponisten sowie Persönlichkeiten der (Musik-)Geschichte, die sich – mal intensiv, mal nur am Rande – zur jüdischen Kultur äußerten oder von ihr geprägt wurden. Gegensätze, kulturelle und historische Einflüsse sowie die vielfältigen Beziehungen und Austauschprozesse zwischen Religionen und Traditionen bestimmen die Auswahl der Stücke.
So entsteht ein abwechslungsreiches Programm voller Chormusik, das einen Bogen spannt, von Johann Wolfgang v. Goethe- und Theodor Storm-Vertonungen bis hin zu Musik von Johannes Brahms, der beispielsweise bemerkte: „Gäbe es eine Antipfaffenpartei – das hätte noch Sinn! Aber Antisemitismus ist Wahnsinn!“
Robert Schad