Vergabe der Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe an den Preisträger von 2025 "HennaMond e.V."

Freitag, 2. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Pfarrer Markus Herzberg (Andacht), Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger (Grußwort), Shary Reeves (Laudatio), u.a.

Vergabe der Pfarrer Georg-Fritze-Gedächtnisgabe an den Preisträger von 2025 "HennaMond e.V." in der Antoniterkirche. Beginn mit der 10-Minuten-Andacht. Im Anschluss Empfang.

Mit Pfarrer Markus Herzberg (Andacht), Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger (Grußwort), Shary Reeves, Journalistin, Autorin und Moderatorin (Laudatio), u.a.

Seit 1981 verleiht der Kirchenkreis Köln-Mitte die "Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe" an Menschen und Institutionen, die sich in besonderer Weise für Opfer von Diktatur, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen einsetzen oder selbst Opfer von Gewalt geworden sind. Die Auszeichnung erinnert an Zivilcourage, Widerstand und das mutige Eintreten für Gerechtigkeit – Werte, für die auch Pfarrer Georg Fritze selbst einstand.Die Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe erinnert an einen mutigen Christen und ruft dazu auf, sich auch heute für Menschenwürde, Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. (Quelle)

Homepage HennaMond e.V.

Ein Leben für Gerechtigkeit und Widerstand: Pfarrer Georg Fritze

Georg Fritze, geboren 1874 in Magdeburg, wirkte als Pfarrer, Sozialdemokrat und Mitglied im Bund religiöser Sozialisten. Schon früh setzte er sich gegen Ausbeutung und politische Unterdrückung ein – geprägt durch seine Zeit in der belgischen Industriestadt Charleroi. Ab 1916 prägte er als Pfarrer der Trinitatiskirche und später der Kartäuserkirche das kirchliche Leben in Köln.Bekannt wurde Fritze als Brückenbauer zwischen Kirche und Arbeiterbewegung und als engagierter Pazifist.

Er setzte sich für Demokratie, Parteienvielfalt und die Freiheit der Kirche gegenüber dem Staat ein. Besonders mutig stellte er sich dem Nationalsozialismus entgegen. Früh warnte er öffentlich vor Faschismus, Rassenhass und Gewalt, kritisierte das Schweigen der Kirche zur Judenverfolgung und verweigerte den Treueid auf Hitler. 1938 wurde er deshalb seines Amtes enthoben, 1939 starb er isoliert und verkannt. Erst Jahrzehnte später erhielt er endlich die verdiente Anerkennung. (Quelle)

Dies könnte Sie auch interessieren