Der Fastenmonat Ramadan und das abschließende Fest des Fastenbrechens (ʿId al-Fitr) prägen für viele muslimische Kinder und Jugendliche das Leben in Familie, Gemeinde und Schule. Vorfreude, gemeinsames Fasten, besondere Rituale, Begegnungen und Feiern sind Erfahrungen, die viele Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit bewegen und beschäftigen.
Schule ist ein Ort, an dem unterschiedliche religiöse Traditionen sichtbar werden und miteinander in Begegnung treten. Umso wichtiger ist es, den Ramadan nicht nur als religiöses Ereignis wahrzunehmen, sondern auch als Chance für gemeinsames Lernen, gegenseitiges Verstehen und eine wertschätzende Schulkultur.
In dieser gemeinsamen Veranstaltung von christlichen und muslimischen Kolleg*innen lernen wir zentrale Hintergründe, religiöse Bedeutungen sowie Bräuche und Traditionen rund um den Ramadan kennen. Darüber hinaus fragen wir, wie der Fastenmonat und das Fest des Fastenbrechens im schulischen Alltag sichtbar und wertschätzend aufgegriffen werden können.
Besonders in den Blick nehmen wir auch den Religionsunterricht: Welche Anknüpfungspunkte bieten sich im islamischen und christlichen Religionsunterricht? Welche Themen verbinden die religiösen Traditionen, und wie können Kinder über ihre Erfahrungen miteinander ins Gespräch kommen? Darüber hinaus sammeln wir Ideen für eine Schulkultur, die religiöse Vielfalt wahrnimmt, Zugehörigkeit stärkt und Begegnung ermöglicht.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, voneinander zu lernen, Fragen zu stellen und gemeinsam Wege zu entdecken, wie Ramadan in Schule und Unterricht sensibel, informativ und bereichernd gestaltet werden kann.
Leitung und Kooperation:
Yvonne Stegmann-Mangels, ev. Schulreferentin
Birgül Karaarslan, Esra Kocaman, Verband muslimischer Lehrkräfte (VML)
Carmen Schmitt, ev. Schulreferentin Köln