Kantaten-Gottesdienst: "Wohl dem, der sich auf seinen Gott" BWV (139); Messe g-moll BWV 235 (Auszüge)

Sonntag, 8. November 2026, 18:00 Uhr
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Musik: Jaekyung Jo (S), Hanna Schäfer (A), Vincent Kepser (T), Vincent Lutz-Rendenbach (B), ein Instrumentalensemble, Kartäuserkantorei Köln, Leitung: Paul Krämer; Liturgie: Pfarrer Carsten Schraml

In unserer Reihe der Bachkantaten-Gottesdienste kommt im November die kammermusikalisch besetze Kantate "Wohl dem, der sich auf seinen Gott" BWV (139) zur Aufführung.

Außerdem gibt es Auszüge aus der Messe g-moll (BWV 235) zu hören.

Bach komponierte die Kantate vor 302 Jahren - 1724 in seinem zweiten Amtsjahr in Leipzig - für den 23. Sonntag nach Trinitatis. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Phil 3,17-21, "Unser Wandel ist im Himmel", und Mt 22,15-22, die Fangfrage nach dem Zinsgroschen, die Jesus beantwortet mit: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist…" Die Kantate basiert auf dem gleichnamigen Kirchenlied in fünf Strophen von Johann Christoph Rube (1692). Gesungen wird es auf die Melodie von "Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt" von Johann Hermann Schein (1628) gesungen. Ein unbekannter Textdichter behielt die erste und letzte Strophe im Wortlaut bei als Sätze 1 und 6 der Kantate und arbeitete die Binnenstrophen zu einer abwechselnden Folge von Arien und Rezitativen um. Aus Strophen 2 entwickelte er Satz 2, Satz 3 schrieb er neu mit Bezug auf das Evangelium, aus den Strophen 3 und 4 leitete er die Sätze 4 und 5 ab. Nach Hans-Joachim Schulze könnte es sich bei dem Dichter um Andreas Stöbel handeln, einen früheren Ko-Rektor der Thomasschule, der über die nötigen theologischen Kenntnisse verfügte.

Bach führte die Kantate erstmals am 12. November 1724 auf, weitere Aufführungen folgten zwischen 1732 und 1735 sowie zwischen 1744 und 1747. Für den zweiten Satz existiert die Stimme einer obligaten Violine, doch die Stimme eines zweiten Obligat-Instruments fehlt, das eine weitere Violine oder Oboe d’amore gewesen.

Die Kantate ist besetzt mit vier Solisten, Sopran, Alt, Tenor und Bass, vierstimmigem Chor, zwei Oboen d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

Aufbau:
1.
Coro: Wohl dem, der sich auf seinen Gott
2. Aria (Tenor): Gott ist mein Freund; was hilft das Toben
3. Recitativo (Alt): Der Heiland sendet ja die Seinen
4. Aria (Bass): Das Unglück schlägt auf allen Seiten
5. Recitativo (Sopran): Ja, trag ich gleich den größten Feind in mir
6. Choral: Dahero Trotz der Höllen Heer!

Aufführende:
Jaekyung Jo, Sopran
Hanna Schäfer, Alt
Vincent Kepser, Tenor
Vincent Lutz-Rendenbach, Bass
Ein Instrumentalensemble
Kartäuserkantorei Köln
Leitung: Paul Krämer

Liturgie:
Die Liturgie feiert mit Ihnen Pfarrer Carsten Schraml.

Bitte beachten Sie, dass die Gottesdienste mit Bachkantate infolge der neuen Ordnung der Abendgottesdienste an der Antoniterkirche nun regelmäßig vom ersten auf den zweiten Sonntag des Monats rücken.

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