Wanderausstellung „Gegen die Mauer des Schweigens, Suizid – keine Trauer wie jede andere“

10. September 2026 - 9. Oktober 2026, 18:00 - 19:00 Uhr
Christliches Klinikum Halle, Mauerstraße 5, 06110 Halle (Saale)

Die AGUS-Selbsthilfegruppe Halle präsentiert vom 10. September bis zum 9. Oktober 2026 die Wanderausstellung: „Gegen die Mauer des Schweigens, Suizid – keine Trauer wie jede andere“ im Foyer des Christlichen Klinikums Halle, Mauerstraße 5, 06110 Halle. Die Ausstellung informiert über Suizidalität, Selbsthilfe und die besondere Situation von Menschen, die einen Angehörigen oder Freund durch Suizid verloren haben. Zur Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 10.09.2026, um 18.00 Uhr, wird herzlich eingeladen.

Die Mitglieder der AGUS-Gruppe haben alle nahe Angehörige oder Freunde durch Suizid verloren. Mit der Ausstellung und dem damit verbundenen offenen Austausch möchten sie das Thema Suizid stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken, informieren und dazu beitragen, bestehende Tabus abzubauen.

Die AGUS-Wanderausstellung behandelt unter anderem Suizidalität, Selbsthilfe sowie Schuld und Vergebung und gibt Einblicke in die unterschiedlichen Gefühlswelten nach dem Verlust eines Partners, Kindes, Geschwisters oder Freundes. Zugleich möchte sie Menschen mit suizidalen Gedanken ermutigen, sich anderen anzuvertrauen und Unterstützung anzunehmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Situation der Hinterbliebenen und den Möglichkeiten, Hilfe und Unterstützung zu finden.

Suizid betrifft viele Menschen

Es sterben in Deutschland mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen und Gewalttaten zusammen. Im Jahr 2024 starben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen durch Suizid. Das entspricht durchschnittlich fast 28 Menschen täglich, oder anders ausgedrückt, etwa alle 51 Minuten ein Mensch.

Hinter jeder dieser Zahlen steht eine persönliche Geschichte. 10.000 Menschen bedeuten 10.000 Lebensgeschichten und 10.000 Familien, die mit einem Verlust leben müssen. Hinzu kommen zahlreiche weitere Menschen, die durch einen Suizid im persönlichen Umfeldbetroffen sind. Auch weltweit ist die Situation erschütternd. Nach aktuellen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jedes Jahr mehr als 720.000 Menschen durch Suizid.

Eröffnung der Ausstellung

Zur Eröffnungsveranstaltung wird Friedemann Malerz, Geschäftsführer des Christlichen Klinikums Halle, die Gäste begrüßen. Als Sprecher konnten Peter Warns, Vorstandsvorsitzender des Leipziger Bündnisses gegen Depression e. V., sowie Dr. med. Tim Johannes Krause, Oberarzt Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Universitätsklinikum Halle, Vorstandsmitglied Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention, Vorstandsmitglied Bündnis gegen Depressionen Halle/Magdeburg gewonnen werden. Die Ausstellung kann bis zum 9. Oktober 2026 täglich von 7.00 bis 22.00 Uhr im Foyer des Christlichen Klinikums Halle besucht werden.

Eröffnungsveranstaltung:

Donnerstag, 10.09.2026, 18.00 Uhr

Christliches Klinikum Halle

Standort St. Elisabeth, Mauerstraße 5, 06110 Halle (Saale

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