Osteuropäischen Filmtage: A Goodnight Kiss

Freitag, 20. November 2026, 19:00 Uhr
Haus an der Kreuzkirche, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
Osteuropäischen Filmtage

„Ich hatte zwei Mütter“, erklärt Irena Veisaitė, die den Holocaust überlebt hat. Die leibliche wurde von den Deutschen ermordet, die Adoptivmutter kam in einem sowjetischen Gulag ums Leben.

In diesem ergreifenden Dokumentarfilm erzählt die litauische Jüdin ihre Lebensgeschichte. Sie berichtet offen von Kindheitserlebnissen wie der Flucht aus dem Ghetto von Kaunas. Die eindringliche Botschaft ihrer Mutter „Räche dich niemals“ wird für Irena Veisaitė zum Leitmotiv ihres Lebens. Sie studiert Germanistik, spricht fließend mehrere Sprachen und wird zu einer bemerkenswerten Humanistin.

Über ihren zweiten Ehemann Grigori Kromanow lernt sie Arvo Pärt kennen. 1974 geht Irenas Tochter Alina nach England. Der zurückbleibenden untröstlichen Mutter widmet Arvo Pärt das Stück „Für Alina“.

Dokumentarfilm: Litauen/Estland/Bulgarien 2025, 90 min, Regie: Giedrė Žickytė, litauisch, englisch, russisch, estnisch, deutsch mit deutschen Untertiteln

Filmaufführung mit musikalischer Umrahmung im Rahmer der Osteuropäischen Filmtage 2026/ Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026

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