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Gemeinsamer Gottesdienst mit der Claus-Harms KG im Gemeindehaus Hasselgrund

Montag, 20. Mai 2024, 11:00 Uhr

Hasselgrund, Julienluster Weg 35, 24109 Kiel

Pastor Kraupner und Pastor Lemke

Gemeinsamer Gottesdienst mit der Claus-Harms KG im Gemeindehaus Hasselgrund

mit Pastor Kraupner und Pastor Lemke

Adresse: Gemeindehaus Hasselgrund, Julienluster Weg 35

Gemeindeleben im neuen Ökohaus

Die Kieler Ev.-Luth. Friedensgemeinde steckt mehr als 300.000 Euro in die ökologische Sanierung ihres Gemeindehauses Hasselgrund. Das Gebäude im Julienluster Weg 35 wird im Gottesdienst am Pfingstmontag, 20. Mai, um 11 Uhr nach anderthalb Jahren Bauzeit wiedereingeweiht.

Idyllisch am Waldrand liegt das Haus „Hasselgrund“, in der Nähe des Tierheims Uhlenkroog. Frisch holzverkleidet, vorne neu gesäter Rasen, hinten eine noch etwas wilde Grünflache. „Die kommt auch noch dran“, verspricht Hans Fischbach, Vorsitzender im Bauausschuss der Friedensgemeinde. Der Pensionär hatte bei der großen Sanierung nicht nur die Zügel, sondern auch Säge und Spaten in der Hand. Unter anderem hat er die Küche gebaut und bei den Erdarbeiten angepackt. „Das hat viel Spaß gemacht, ich habe baggern gelernt“, erinnert sich Fischbach lachend. Eine Tiefbaufirma sei damals einfach nicht zu kriegen gewesen, so hätten Ehrenamtliche und Mitarbeitende geholfen, den Graben für die neue Erdwärmeheizung auszuheben. Oder etwa Verschalung und Drainagearbeiten übernommen. Allein an vier Tagen haben sie hunderte Dachpfannen geschrubbt, erinnert sich Pastor Christian Sievers, der ebenfalls im Blaumann auf der Baustelle zu sehen war. Die Ziegel hatten Dachdecker zuvor vorsichtig vom Dach abgetragen. Denn so viele Baustoffe wie möglich sollten bei der Sanierung von Haus Hasselgrund wiederverwendet werden, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Das Haus hat eine Nutzfläche von 140 m², einen Saal, eine Küche und Toiletten, umgebaut so ökologisch und autark wie möglich, dazu kommen 2500 m² Grundstück. Die neue Fassade, Fenster, Böden und Türen sind aus einheimischen Holz. 18 Photovoltaik-Module und ein Speicher versorgen das Gemeindehaus mit Strom, alles ist frisch gedämmt, geheizt wird nun mit Erdwärme, der CO2 Ausstoß ist minimiert. Vor zwei Jahren hat man hier die Zimmer noch einzeln mit Gasöfen geheizt, die Bäder gar nicht. Die Küche war veraltet, das Haus wurde eigentlich nur im Sommer, meist von Jugendgruppen, genutzt.

Das soll sich ändern, sagt Pastor Christian Sievers: „Für uns als Stadtgemeinde ist das Haus im Grünen natürlich ein Geschenk. Es wir das Gemeindeleben jetzt noch mehr bereichern.“ Seit 1927 sind Haus und Grundstück Hasselgrund in Besitz der Friedensgemeinde, deren Stammgebiet sich eigentlich zwischen Hauptbahnhof und Westring erstreckt. Da es als Exklave im Gebiet der Claus-Harms-Gemeinde liegt und auch mal gemeinsam genutzt wird, packten auch deren Mitglieder bei der Sanierung mit an. „Ich habe mal so geschätzt, dass wir dadurch rund 60.000 Euro gespart haben“, erklärt Architektin Christina Schoennagel. Sie hatte die professionelle Leitung der Baustelle. Die Kosten der Sanierung liegen derzeit bei rund 323.000 Euro. Die Kirchengemeinde hat dafür einen Kredit aufgenommen und außerdem bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Förderung beantragt.

Am Pfingstmontag feiert die Gemeinde nun das erste Mal Gottesdienst im frischgebackenen „Ökohaus“, traditionell gemeinsam mit den Nachbarn aus der Claus-Harms-Gemeinde. Im Anschluss kann man sich beim Mitbringbuffet vielleicht über die besten Baustellenerlebnisse austauschen.

Foto: Eineinhalb Jahre Haus Hasselgrund saniert: Bauausschussvorsitzender Hans Fischbach, Pastor Christian Sievers, Architektin Christina Schoennagel.

© Stefanie Rasmussen-Brodersen / Pressmitteilung des Kirchenkreises Altholstein


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