Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird seit 1968 jährlich in Erinnerung an die jüdischen Philosophen und Pädagogen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929) verliehen.
Die undotierte Auszeichnung wird im Rahmen der jährlich stattfindenen "Woche der Brüderlichkeit" vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR) an Persönlichkeiten, Initiativen oder Einrichtungen vergeben, die sich um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht sowie einen Beitrag auf den Gebieten der Wissenschaft, Kultur, Politik oder Gesellschaft für die christlich-jüdische Zusammenarbeit geleistet haben.
Aus Anlass der diesjährigen Verleihung in Köln wird ein Gottesdienst in der Antoniterkirche gefeiert. Diesen Gottesdienst feiern mit Ihnen: Citykirchenpfarrer Markus Herzberg, Kirchenmusikdirektor Johannes Quack, Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger und Pfarrer Prof. em. Dr. Hanspeter Heinz; außerdem Mitglieder des Theologischen Aussschusses der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit: Norbert Bauer (Karl Rahner-Akademie), Pfarrer Dr. Martin Bock (Melanchthon-Akademie), Diakon Jens Freiwald, Thomas Gruner (Katholisches Stadtdekanat Köln) und Barbara Schulz, Lektorin an der Antoniterkirche. Als Gast Rafi Rothenberg, Vorsitzender der Liberal-Jüdischen Gemeinde Gescher LaMassoret Köln.
Bitte beachten Sie die von der Regel abweichende Anfangszeit: 9:30 Uhr.
Sie können den Gottesdienst auch im Livestream mit uns feiern. Folgen sie dazu dem Link. Herzlich willkommen!
Die Buber-Rosenzweig-Medaille 2026 geht an Christian Rutishauser. Er verfolge die Entwicklungen der katholisch-jüdischen Beziehungen und agiere als intensiver Mahner gegen Rückfälle der Verständigung, teilte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Dienstag im hessischen Bad Nauheim mit. So habe Rutishauser, Jahrgang 1965, unter anderem etwa den emeritierten Papst Benedikt XVI. im Jahr 2018 öffentlich für seinen Artikel »Gnade und Berufung sind ohne Reue« kritisiert und damit Debatten ausgelöst.
Zudem zeichne ihn die Bereitschaft zur Arbeit an interreligiösen Dialogen in der Breite aus. Verwiesen wird auf das 2024 erschienene Studienhandbuch »Jüdisch-christlicher Dialog«. Die Rosenzweig-Medaille soll im März 2026 in Köln verliehen werden. Rutishauser wird als katholischer Vertreter im christlich-jüdischen Dialog in der Schweiz, in Deutschland, Europa und weltweit bezeichnet.
Er lehrt an der Universität Luzern als Professor für Judaistik. Zuvor war er unter anderem Direktor des Lassalle-Hauses in Bad Schönbrunn, Schweiz und ist laut Angaben seit mehr als zehn Jahren einer der ständigen Berater des Papstes für die religiösen Beziehungen mit dem Judentum.
Frühere Träger der Medaille sind unter anderem die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Schriftsteller Navid Kermani und der Sportverband Makkabi Deutschland. 2024 wurde der Pianist Igor Levit ausgezeichnet.
Quelle: Jüdische Allgemeine
Pressemitteilung des Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zur Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille 2026 an Professor Dr. Christian Rutishauser SJ, einem führender katholischer Vertreter im christlich-jüdischen Dialog in der Schweiz, in Deutschland im weiteren Europa und weltweit.