Weinbergs „Kinderhefte“, die seiner Tochter Victoria gewidmet sind, wurden 1944 geschrieben, offensichtlich unter dem Eindruck der Tragödie des europäischen Judentums. In dieser Musik sind deutlich jüdische liedhafte und liturgische Intonationen zu hören. Das vorletzte Stück des zweiten Heftes, ein Trauermarsch, bildet den inhaltlichen Höhepunkt des Zyklus.Ebenso wie Schumanns „Kinderszenen“ ist dies in Wirklichkeit überhaupt keine Kindermusik...